Ganze Arbeit im negativen Sinne leisteten die Wildschweine im Jagdjahr 2020 auf den landwirtschaftlichen Flächen der Jagdgenossenschaft. Reihenweise wühlten sie Äcker und Wiesen um. Die Schadensregulierung war dann auch ein sachliches Gesprächsthema bei der beantragten Jagdpachtverlängerung in der Jahreshauptversammlung am Samstag. Gewählt wurde im Plößberger Feuerwehrgerätehaus zudem ein Zweiter Jagdvorsteher.
Zentrales Thema im Jahresbericht bis zum Frühjahr 2021 waren die von den Schwarzkitteln verursachten Wühlschäden, besonders in den Maisäckern. Jagdvorsteher Anton Dötterl selbst hatten die Schweine 1,9 Hektar Maisfläche vernichtet. Für 877 Euro hat ein "Wiesenbüffel" die Wiesen wieder geebnet. Die Kosten für den dazu benötigten Samen trug die Jagdgenossenschaft, die Aufwendungen für die Arbeitsstunden blieben bei den Geschädigten selbst, weil laut geltendem Vertrag die Jagdpächter nur pauschal mit einem Betrag von 300 Euro für Wildschäden aufkommen. Diese Summe wurde im Antrag auf die Jagdpachtverlängerung auf 400 Euro angehoben.
Zu wenig, war die Meinung, und die Regulierung der Wildschäden wurde insgesamt eingehend diskutiert. Es kam der Hinweis, dass entweder die Jagdpächter oder die -genossenschaft die Wildschäden vollständig zu übernehmen hätte. Eine Wortmeldung wollte den Jagdpächtern die Schäden zu 100 Prozent aufs Auge drücken, was aus Eigeninteresse den Jagddruck auf die Wildschweine erhöhen würde. Als ungeeignet erachtete es die Versammlung, alles einzuzäunen.
Eine Neuausschreibung der Jagd wurde verworfen, denn die Jagdgenossenschaft schätzt die gut funktionierende Zusammenarbeit mit ihren Pächtern Michael Schreyer sowie Josef Dötterl und möchte dies bei einer Neuvergabe nicht gefährden.
9 Sauen, 11 Füchse und 3Dachse blieben unter anderem im Jagdjahr 2020/21 auf der Strecke. Laut Michael Schreyer reduzierte sich der Verlust von Rehkitzen bei der Mahd durch die gute Abstimmung mit den Landwirten und durch den Einsatz der Drohne von Johannes Frauenholz beachtlich. Nur noch 3 Kitze wurden Opfer der Mähmesser. Was weniger positiv aufgenommen wurde war, dass ein Luchs aktuell im Revier heimisch geworden ist.
Durch Betriebsübergabe schied Zweiter Jagdvorsteher Wolfgang Brunner aus der Genossenschaft. Für rückte Martin Wolf für die verbleibende Wahlperiode bis 2024 nach. Kassier Markus Schmid verbucht zunächst den Jagdpachtschilling als Rücklage. Vom Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Plößberg nach Günzlas blieben die Feldwege nicht verschont. Viele müssen instandgesetzt werden. Bürgermeister Thomas Kaufmann sicherte die volle Unterstützung der Gemeinde bei den notwendig werdenden Arbeiten zu.













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