02.09.2018 - 11:07 Uhr
Punreuth bei ImmenreuthOberpfalz

Schnell unter Kontrolle

Sirenengeheul ertönt am Freitagabend im Flötztal. Im Immenreuther Ortsteil Punreuth steht eine Lagerscheune in Flammen. Dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren ist es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte.

Eine Seite des Gebäudes wurde durch den Brand erheblich beschädigt.
von Michael DenzProfil

(mde) Sirenen und Martinshörner. Aus allen Richtungen waren Feuerwehrfahrzeuge am letzten Augusttag unterwegs. Gegen 18.10 Uhr hatte die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz Rettungskräfte wegen „Brand eines landwirtschaftlichen Gebäues“ alarmiert (wir berichteten).

Die Einsatzkräfte aus Punreuth und Immenreuth, die am schnellsten am Unglücksort waren, konnten die Flammen rasch eindämmen. „Durch den 800 Liter fassenden Tank unseres Tragkraftspritzenfahrzeuges und den Inhalt des Wassertanks des Immenreuther Löschfahrzeuges konnten wir gleich nach dem Eintreffen am Brandort einen massiven Löschangriff einleiten“, sagt der Punreuther Kommandant Gerhard Popp am Tag nach dem Brandereignis.

Es waren meterhohe Flammen, welche aus dem landwirtschaftlichen Gebäude loderten. „Wir konnten an dem Gebäude aufgrund des ausgedehnten Brandes mit unserem Einsatzfahrzeug nicht mehr vorbeifahren“, berichtetPopp, der den Einsatz als örtlicher Kommandant leitete. Gleichzeitig wurde auch in nächster Nähe ein Unterflurhydrant gesetzt, um aus dem Wasserleitungsnetz über eine Schlauchleitung die Wasserversorgung sicherzustellen. Aufgrund des zügigen und massiven Löscheinsatzes konnte das Feuer sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Vor Ort waren insgesamt zehn Feuerwehren mit rund 80 Einsatzkräften und unterschiedlichen Fahrzeugen und Einsatzgerätschaften, welche aufgrund der Einsatzmeldung und der örtlichen Lage angerückt waren. Dies waren die Feuerwehren aus Ahornberg, Brand, Ebnath, Fuhrmannsreuth, Immenreuth, Kemnath, Kulmain, Lenau, Lienlas und Punreuth. Mit der Drehleiter der Kemnather Feuerwehr konnten letzte Glutnester abgelöscht werden. Zudem mussten lockere Bretter und Dachziegel von der Lagerscheune entfernt werden, auch um ein erneutes Aufflammen auszuschließen.

Auch unter Atemschutz waren Feuerwehreinsatzkräfte aus Punreuth, Immenreuth und Kemnath tätig. Wegen des schnellen Eingreifens aller beteiligten Einsatzkräfte konnte ein komplettes Abbrennen der Scheune wie auch eine Ausbreitung auf weitere Gebäude in unmittelbarer Nähe verhindert werden. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther war ebenfalls zur Brandstelle am Freitagabend geeilt. „Die Feuerwehreinsatzkräfte leisteten hervorragende Arbeit, konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen“, teilte der Kreisbrandinspektor des westlichen Landkreises Tirschenreuth mit.

Von Seiten des Rettungsdienstes waren zwei Rettungswagen und ein Notarzt angerückt wie auch der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, Silvio Rupp. Bereits gegen 19 Uhr konnten die ersten Feuerwehren wieder abrücken. Nach den abgeschlossenen Nachlöscharbeiten konnte auch die Drehleiter abgezogen werden. Im weiteren Einsatzverlauf leuchteten die Punreuther Floriansjünger noch die Brandstelle aus, um die polizeilichen Ermittlungen zu unterstützen. Erst gegen 23 Uhr konnten diese den Einsatz nach über fünf Stunden beenden.

Wie die Beamten der Kemnather Polizei am Freitagabend mitteilten, war der 25-jährige Besitzer noch am Nachmittag in der Scheune, um etwas Ordnung zu schaffen. „Kurze Zeit, nachdem er die Scheune verlassen hatte, stand diese plötzlich teilweise in Flammen. Der Brandherd wird nahe eines abgestellten Oldtimers vermutet.“, heißt es im Polizeibericht weiter.

Ersten Schätzungen zu Folge entstand ein Schaden von rund 40 000 Euro. Am Gebäude wurde eine Seite total beschädigt. Die Brandursache konnte bisher noch nicht geklärt werden. Die Unglücksstelle wurde durch die Polizei abgesperrt. Wegen der noch laufenden Ermittlungen, darf das Areal nicht betreten werden. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Kriminalpolizei Weiden ermittelt.

Es entstand ein Schaden von rund 40 000 Euro.
Die Kemnather Wehr wurde mit der Drehleiter eingesetzt.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte ragten meterhohe Flammen aus der Scheune.
Bereits nach rund einer Stunde konnten die ersten Feuerwehreinsatzkräfte den Brandort weider verlassen.
Das Löschwasser wurde durch die Wasserleitung sichergestellt.
Die Drehleiter im Einsatz.
Mehrere Teile mussten abgetragen werden.
Der Oldtimer, ein alter Trabant, wurde durch das Feuer zerstört. Er stand in der Scheune. Die Polizei vermutet den Brandausbruch in der nähe des alten Fahrzeuges.

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