Die Schäden durch die Schwarzkittel machten Jagdvorsteher Anton Dötterl Sorgen, obwohl die Jagdpächter Josef Dötterl und Michael Schreyer elf zur Strecke gebracht haben. Obwohl sie nachts um 2 Uhr dem Treiben Einhalt gebieten wollten, wühlten die unliebsamen Gäste auf dem Döbereiner Berg auf einem halben Hektar eine Wiesenfläche um. "Die haben ganz schön gehaust", beschrieb der Jagdvorsteher das Szenario, das alleine über das Wildschadenskonto nicht ausgeglichen werden kann. Auch weitere Flächen in den Kesseläckern gerieten ins Visier der Wildschweine.
Ein weiteres Problem ist der Wildverbiss junger Bäume aufgrund eines hohen Rehwildbestandes. Das Landratsamt fordert aufgrund des aktuellen Verbissgutachtens einen deutlich höheren Abschuss. Laut Waldbesitzern sind alle aufwachsenden Buchensämlinge verschwunden, selbst junge Fichten werden in Mitleidenschaft gezogen. Es könne nicht alles für den Aufwuchs junger Bäume eingezäunt werden. Nach dem Bericht der Jagdpächter blieben im Berichtszeitraum 16 Rehe auf der Strecke. Eine gerissene Rehgeiß konnte einem Luchs zugeordnet werden und ihr Kitz wurde Opfer eines Fuchses. Auch ging ein Wolf in die Fotofalle.
Ärger verursachen zudem Rabenvögel wie Kolkraben, Rabenkrähen und Eichelhäher. Saatkörner von Mais müssen zusätzlich behandelt werden, damit sie nicht gefressen werden. Ein Biobauer habe es aufgegeben, Erbsen anzupflanzen, weil die Jungpflanzen abgefressen werden. Ein weiteres Schadensbild sind die von Krähen durchlöcherten Siloballen. Verdruss bereiten Raubvögel einem Taubenzüchter. Er beklagt den Verlust von 27 Tauben.
Jagdvorsteher Dötterl sprach den Zustand der Flurbereinigungswege an. Einige von ihnen wurden beim Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Plößberg nach Günzlas als Zufahrtswege genutzt. Er dankte der Baufirma für ihre Bemühungen, die Schäden wieder zu beseitigen. Nacharbeiten, die den Ausbau der Glasfaserleitungen betreffen, sind noch erforderlich. Aus der Rücklage für den Wegebau sollen die Nachbesserungen finanziert werden. Die Jagdgenossen beschlossen, dafür den Jagdpachtschilling für heuer einzusetzen.
"Es konnte etwas zur Seite gelegt werden", berichtete Kassier Markus Schmid. Rudolf Braun und Bernhard Pocker hatten seine Bücher geprüft, ohne Mängel zu finden.
Der Jagdgenossenschaft dankte Zweiter Bürgermeister Josef Hecht für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Diese werde immer dort helfen, wo es möglich sei.













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