Die Besonderheit des Solarparks Pursruck liegt in dessen Netzverknüpfungspunkt. Direkt über der Fläche der Photovoltaikanlage verläuft eine Mittelspannungs-Freileitung, an der der Solarpark an das öffentliche Netz angeschlossen werden konnte. Die Anlage wurde schon im August ans Netz genommen, umfasst eine Modulfläche von rund 2,6 Hektar und kann mit einer Nennleistung von 2830 Kilowatt-Peak rein rechnerisch etwa 864 Haushalte versorgen. Insgesamt wurden rund 5000 Solarmodule und 14 Wechselrichter verbaut.
Gebaut binnen eines Jahres
Die errechneten CO2-Einsparungen liegen bei 1420 Tonnen jährlich. Projektleiterin Eva Kaisinger von der Firma Greenovative lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Freudenberg und den beteiligten Behörden. Sie bescheinigte den ausführenden Firmen eine saubere Arbeit. Von Juli 2022 bis Juli 2023 sei gebaut worden.
Bürgermeister Alwin Märkl bekräftigte das Engagement des Freudenberger Gemeinderates für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Nachdem seit mehr als zehn Jahren eine Bürgerwindanlage bei Witzlricht in Betrieb ist, konnte in diesem Jahr bereits ein zweiter Solarpark im Gemeindegebiet ans Netz gehen. Märkl hob auch die Biodiversität hervor, die durch die Anlage verbessert wird: „Unter den Modulen entstehen Lebensräume für Tiere und Pflanzen.“ Der Bürgermeister sagte, ihm sei wichtig gewesen, Anwohner mitzunehmen und in das Solarpark-Projekt einzubinden. Märkl: "Der Solarpark ist sehr gut in das Landschaftsbild eingebettet. Wir wollen uns als Gemeinde aktiv an der Energiewende beteiligen, dabei aber gleichzeitig die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger wahren."
Bürger können sich beteiligen
Greenovative hat seinen Sitz in Nürnberg und fördert den Bau und Betrieb von Solarparks in ganz Bayern, vor allem in der Oberpfalz und in Franken. Bürgern wird eine Beteiligungsmöglichkeit in Form eines qualifizierten Nachrangdarlehens angeboten. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt 100.000 Euro, eine Beteiligung ist laut Unternehmen ab 1000 Euro möglich und sichert eine Rendite von 3,5 Prozent pro Jahr. "Dabei erhalten nicht nur beteiligte Bürgerinnen und Bürger eine feste Jahresrendite, auch Freudenberg profitiert als Standort-Gemeinde von der so genannten Kommunalen Abgabe, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2021 verankert ist", heißt es von Seiten des Unternehmens.













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