23.01.2026 - 11:31 Uhr

Querschnitt Oberpfälzer Kunst geht auf Reisen: "Kebbelvilla trifft Cordonhaus" in Cham

Die Ausstellung "Kunst auf Reisen – Kebbelvilla trifft Cordonhaus" bringt über Werke regionaler Kunst nach Cham. Die Vernissage ist am Samstag, 31. Januar. Zu sehen sind die Exponate bis 1. März.

Barbara Muhr, Stillbirth, 2024, Pastell, Acryl, Ölkreide auf Leinwand (Ausschnitt). Bild: Barbara Muhr/exb
Barbara Muhr, Stillbirth, 2024, Pastell, Acryl, Ölkreide auf Leinwand (Ausschnitt).
  • Was: Eröffnung der Ausstellung "Kunst auf Reisen – Kebbelvilla trifft Cordonhaus"
  • Wann: Samstag, 31. Januar, um 19 Uhr
  • Wo: Städtische Galerie Cordonhaus in Cham

Seit mehr als 60 Jahren sammelt der Bezirk Oberpfalz regionale Kunst. Mehr als 200 Werke präsentieren einen Querschnitt zeitgenössischer Positionen. Weil der Sammlungsort Kebbel-Villa derzeit barrierefrei umgestaltet wird, geht die Kunst auf Reisen. Nächste Station ist vom 1. Februar bis 1. März die Städtische Galerie Cordonhaus Cham. Vernissage ist am Samstag, 31. Januar, um 19 Uhr.

In dieser Ausstellung ziehen vor allem Frauen mit inhaltlich und handwerklich überraschenden Arbeiten ihren Blick auf Glaskunst, Installation und Malerei. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Neuankäufe mit Werken von Albert Braun, Katharina Gierlach, Louise Lang, Barbara Muhr, Alois Öllinger und Jasmin Schmidt.

Jedes Werk in der Ausstellung verführt auf seine Art, wie die drei Fotografien von Albert Braun (geboren1958 Vilseck) von 2018. Sie sind Teil einer konzeptionellen Arbeit und verweisen auf die Liebesbeziehung zwischen Lola Montez und Elias Peissner.

Realistisch, abstrakt, kraftvoll und kreatürlich setzt Barbara Muhr (geboren 1988) ihre lebensgroßen Figuren auf die Leinwand. Muhrs Figuren weisen ebenso in die Welt des Allegorischen wie des zutiefst Menschlichen – schonungslos und expressiv. Die Regensburger Künstlerin ist Kunsterzieherin und Kunsthistorikerin.

„SSV Jahn Regensburg“ titelt Katharina Gierlach (geboren 1983) ihre großformatige – live angefertigte – Perspektive auf das Jahnstadion in Regensburg von 2017. Der in starken Kontrasten ebenso pastose wie plastische Farbauftrag in Öl wurde zum Markenzeichen der in Winklarn geborenen und in Köln lebenden Künstlerin, die an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg studierte. Dabei ist das Jahnstadion in Regensburg nicht das einzige Stadionporträt der fußballbegeisterten Künstlerin.

„Im Gesamtwerk des Malers, Bildhauers und Aktionskünstlers Alois Öllinger hängt alles mit allem zusammen“, schreibt Anjalie Chaubal in einem früheren Katalogtext. Der Bezirk hat im letzten Jahr eine Ölmalerei des in Bad Kötzting lebenden Künstlers angekauft, die eine Schale in einem Innenraum darstellt.

Jasmin Schmidt (geboren 1981) wandert zwischen den Welten. Sie lebt in Flossenbürg, studierte Afrikanistik in Bayreuth und freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Wie viele ihrer Arbeiten gibt auch ihr „Buntes Band“, eine Papierarbeit mit Kasein von 2022, Rätsel auf.

Umdeutung und Neubewertung ist auch das Bestreben der Glaskünstlerin Louise Lang (geboren 1993). „Bruchwelle“ nennt sie ihre Anordnung aus gebrochenem ofengeblasenem Glas. In der Städtischen Galerie Cordonhaus Cham war sie bereits 2015 mit einer umfangreichen Werkschau zu sehen.

Im Begleitprogramm findet am Sonntag, 8. Februar, um 15 Uhr ein Gespräch mit den Künstlerinnen und Künstlern statt. Ein Poetry Slam „Die Kunst der Wörter“ ist am Donnerstag, 26. Februar, um 19 Uhr (Karten gibt es an der Abendkasse sowie unter anderem in den Tourist-Informationen der Region).

Geöffnet hat die Ausstellung Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr sowie Donnerstag von 14 bis 19 Uhr. Für Gruppen auch nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.