10.10.2018 - 13:41 Uhr
Raigering bei AmbergOberpfalz

Kämpferischer Schwartz mobilisiert alle Kräfte

Nur noch wenige Tag bis zur Entscheidung, wer künftig in Bayern das Sagen hat. Landtagsabgeordneter Harald Schwartz nutzt das offizielle Wahlkampf-Ende der Amberger CSU, um die Mitglieder noch einmal so richtig einzuschwören.

Harald Schwartz appelliert an die anwesenden CSU Delegierten, im Endspurt noch mal alles zu geben.
von Christian LinglProfil

"Stellen Sie sich vor, jemand besucht Bayern. Sagen wir ein Nord-Norweger." Was den Zuhörern im Raigeringer Pandurenpark zunächst etwas spanisch vorkam, erklärte der Stimmkreisabgeordnete so: Für einen Außenstehenden sei es schier unglaublich, dass die regierende Partei eines Vorzeige-Bundeslandes wie in Bayern so abgestraft würde - trotz aller erzielten Erfolge in den vergangenen Jahrzehnten.

Kritik an Medien

Gut eine Stunde gab Schwartz den 40 Delegierten des Amberger CSU-Kreisverbandes zum Wahlkampf-Endspurt noch einmal Argumente mit auf den Weg. Er kritisierte aber auch, dass in den Medien häufig negativ über die Regierungsarbeit berichtet werde. Wörtlich sagte er: "Ich bezahle demjenigen eine Halbe Bier, der einen positiven Artikel über die CSU in der Süddeutschen Zeitung findet." Am Beispiel des neuen Polizeiaufgabengesetzes zeigte er auf, wo seiner Meinung nach politische Gegner und Berichterstatter ein falsches Bild zeichneten. So dürfe ein Polizist eben auch künftig nicht ohne richterlichen Beschluss einen Bürger einsperren. Ein Argument, das Schwartz zuletzt auch bei einem Treffen der Jungen Union ins Feld führte. Der Wirtschaftsnobelpreis wird in diesem Jahr unter anderem für die Theorie verliehen, dass technologischer Fortschritt Wirtschaftswachstum zur Folge hat. Diesem Ansatz folge die CSU schon seit vielen Jahren, was durch die Spitzenstellung in Deutschland bewiesen werde. Schwartz: "Damit dies auch in 20 Jahren so bleibt, dürfen wir nicht in Stagnation verfallen, denn die Schlusslichter holen auf."

Lob für Söder

Zu Beginn hatte Kreisvorsitzender Stefan Ott die Arbeitsgeschwindigkeit der Regierung Söder hervorgehoben: "In keinem anderen Bundesland werden derartige Maßnahmen in einer so kurzen Zeit, wenn überhaupt, realisiert." Als Beispiele nannte er das Landeserziehungsgeld und die Eigenheimzulage. Bezirksrat Martin Preuß ergänzte, dass Harald Schwarz und OB Michael Cerny einen wesentlichen Anteil an der Verlegung des Landesamtes für Pflege mit 350 Arbeitsplätzen nach Amberg haben. Preuß sagte auch: "Wäre es nach der Ministerin gegangen, wäre vor Amberg noch ein B gestanden."

Bevor für die Stimmberechtigten die Entscheidung über die Delegierten-Posten für die Europawahl auf dem Programm stand, richteten sich auch die Bezirkstagskandidaten Thomas Bärthlein und Henner Wasmuth an die Anwesenden. Gewählt wurde Kreis-Chef Stefan Ott.

Eindringlicher Appell

Harald Schwarz gab den Gästen zum Wahlkampf-Abschluss noch den eindringlichen Appell mit auf den Weg: "Sprechen Sie mit ihrem Ehepartner, ihren Freunden, Bekannten und an den Stammtischen. Wir benötigen am Sonntag jede Stimme."

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