Ransbach bei Hohenburg
03.07.2019 - 14:55 Uhr

Hitzige Kirwafreuden in Ransbach

Dreh- und Angelpunkt des Kirwageschehens im Lauterachtal war am Wochenende Ransbach. Mit vielen Gästen feierte die Dorfgemeinschaft und die Vereine im Ort – trotz 39 Grad im Kirwabaumschatten.

Das Kirwabaumaustanzen in Ransbach war eine heiße Sache. Dazu gab es reichlich Schnoderhüpfln und das alles bei 39 Grad im Kirwabaumschatten. Links das neue Oberkirwapaar Susanna Leng aus Oberwiesenacker und Florian Gradl aus Kastl. Bild: bö
Das Kirwabaumaustanzen in Ransbach war eine heiße Sache. Dazu gab es reichlich Schnoderhüpfln und das alles bei 39 Grad im Kirwabaumschatten. Links das neue Oberkirwapaar Susanna Leng aus Oberwiesenacker und Florian Gradl aus Kastl.
Sehr gut machten es die Kinder mit ihrem Auftritt beim Kirwabaumaustanzen und dafür bekamen sie reichlich Applaus von den Gästen spendiert. Bild: bö
Sehr gut machten es die Kinder mit ihrem Auftritt beim Kirwabaumaustanzen und dafür bekamen sie reichlich Applaus von den Gästen spendiert.

Dazu gehört das Aufstellen eines Kirchweihbaumes, viel Musik und natürlich das Baumaustanzen am Sonntagnachmittag mit traditionellen Brauchtumstänzen. Es war übrigens das heißeste Kirwawochenende, an das man sich im Dorf erinnern kann.

Die Kirwa in Ransbach hat im Dorf schon von je her einen hohen Stellenwert in der Gemeinschaft eingenommen, doch nach der Schließung des Wirtshauses hat die Bevölkerung das Kirwaheft selbst in die Hand genommen. Heuer ist es das 10. Mal gewesen, dass die Kirwapaare in dieser Form den Baum ausgetanzt haben. Mit dabei waren auch die Ransbacher Kinder, die viel Beifall für ihre einstudierten Volkstänze bekommen haben.

Am Sonntag mussten die Kirchweihpaare für ihren Kirchgang schon früh aufstehen und für manche ist der Gottesdienst um 10 Uhr noch mitten in der Nacht gewesen. Ein zünftiger Frühschoppen war die richtige Vorbereitung auf das Mittagessen im Zelt mit Braten und frisch gegrillten Lauterachforellen gewesen.

Über besondere Geschehnisse und den einen oder anderen Fauxpas im Dorf und drum herum berichteten die jungen Leute beim Schnoderhüpflsingen. Da wurden die angriffslustigen Ransbacher Hühner durch das Dorf getrieben und die Gaudi um das Grillfleisch samt dem spitzen Messer im Fuß nochmals aufgelegt. Der vergessene Beton wurde neu aufgerührt und der weit überzogene TÜV nachgeholt.

Jetzt wissen auch alle warum ein Ransbacher seine geliebte Maschine durch das Dorf geschoben hat. Die verlorene Stimme wurde mit einem kräftigen Schluck aus der Maß wieder geölt und der neue Kirwatermin in Kastl mit „warum und wieso“ samt viel Ironie hinterfragt. Man hat die schwersten Kirchweihpaare aus den Nachbardörfern gewogen und über die Eigenheiten der Wolfsfelder Kirwaleute im Vierzeiler diskutiert.

Das Ransbacher Menschenkickerturnier wurde beim Dorfkaffee diskutiert und die Utzenhofener Schnoderhüpflsänger derbleckt. Die greislichste Kirwabaumspitz in der Nachbarschaft wurde durch den Kakao gezogen und das Hohenburger Johannisfeier hat man neu auflodern lassen, ehe noch die Schwender Kirwa niedergebügelt wurde.

Zum neuen Oberkirchweihpaar hat man heuer in Ransbach Susanna Leng aus Oberwiesenacker und Florian Gradl aus Kastl gekürt. Den Baum gewann Michael Wittmann aus Utzenhofen bei der Verlosung und ihn fairerweise wieder zurückgegeben, ehe er letztendlich von den Utzenhofener Kirwaleit gesteigert wurde. Das dazugehörige Keilholz darf sich Miriam Kerschensteiner nach dem Umlegen des Wahrzeichens nach der Allerweltskirwa abholen.

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