08.06.2018 - 16:22 Uhr
Oberpfalz

Realschulen: Alles ist möglich

Jetzt ist es fix: Im August startet die Sanierung des Realschul-Sporttrakts. Wann die beiden Schulgebäude folgen, bleibt derweil unklar. Zunächst soll die Notwendigkeit einer Generalsanierung überprüft werden.

Das Realschulgebäude in Weiden.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Gleich zweimal beschäftigte sich der Stadtrat in dieser Woche mit der Generalsanierung der Sport- und Schwimmhalle der Realschulen. Dabei stimmte der Finanzausschuss am Dienstag gegen Reinhold Wildenauer und Reinhard Meier (beide Bürgerliste) einer Maßnahmenvereinbarung zu, die im Wesentlichen beinhaltet, dass kein Rechtsanspruch auf die beantragte FAG-Förderung besteht und gegebenenfalls mit einer längeren Vorfinanzierungsdauer zu rechnen ist. Über den Finanzausgleich kann die Stadt 75 Prozent der derzeit zuweisungsfähigen Kosten (10,07 Millionen Euro) einplanen. Dazu kommen 3 Millionen aus einem Bundesprogramm, dessen Bewilligungszeitraum wohl bis 2020 verlängert wird. Das gibt bei der Planung etwas Luft.

Sport-Stadtverbandsvorsitzender Meier bestätigte, dass für die Vereine, die auf andere kostenpflichtige Sportstätten ausweichen müssen, 125 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Diese Summe steht auch schon im Entwurf des Nachtragshaushalts 2018, der am 3. Juli im Finanzausschuss beraten wird.

SPD-Fraktionschef Roland Richter sprach von einer traumhaften Förderung, mit der man sich um die Investition keine Sorge mehr machen müsse. Meier verwies für die Bürgerliste zum wiederholten Mal, dass ein Neubau, wie von anderen Städten vorgemacht, mit 7 Millionen für das Schwimmbad billiger kommen würde. Dem entgegnete CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch, die Entscheidung für die Sanierung sei längst gefallen, Man bleibe auf dem Weg. Alles andere koste viel Zeit und Geld.

Am Donnerstag im Bauausschuss nahm Baudezernent Oliver Seidel zu einer Anfrage der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Hildegard Ziegler Stellung. Dabei berichtete er, dass der Baubeginn für die Sanierung des Sporttrakts jetzt endgültig im Laufe des August vorgesehen sei. Bei den beiden Schulgebäuden stellt sich die Situation so dar, dass zunächst die Notwendigkeit einer Generalsanierung überprüft werden soll. Möglich sind auch noch ein erhöhter Unterhalt, ein Neubau oder auch ein Teilneubau. Seitens der Verwaltung ist für dieses Projekt bisher noch nichts veranlasst. Dafür macht Seidel personelle Gründe geltend. So müsse für das Projekt nicht nur ein externes Planungsbüro ermittelt, sondern auch ein interner Projektleiter benannt werden. Die derzeitigen Mitarbeiter (zwei Ingenieure, ein Hochbautechniker) seien durch beschlossene und begonnene Projekte sowie das Tagesgeschäft vollständig ausgelastet. Den Aufwand für die Realschulen setzt der Baudezernent mit dem Neubau der FOS/BOS gleich. Dafür sei ein eigener Projektleiter eingestellt worden.

Derzeit laufe die Ausschreibung für die Nachbesetzung einer Architektenstelle. Entspannen könnte sich die Situation 2019, wenn eine Organisationsuntersuchung zum Schluss käme, dass die Hochbauabteilung mehr Stellen benötige.

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