04.03.2022 - 12:12 Uhr

Reformverbände fordern katholische Bischöfe zur „Umkehr“ auf

Katholische Reformverbände fordern vor der Frühjahrsvollversammlung der DBK den konsequenten Willen zur Veränderung von den deutschen Bischöfen. „Folgen Sie als Bischöfe und Weihbischöfe den wegweisenden Beschlüssen des Synodalen Weges“, sagte „Wir sind Kirche“-Sprecher Christian Weisner am Freitag. Die Bischöfe sollten bereits umsetzen, „was kirchenrechtlich schon jetzt möglich ist, anstatt auf das Ende des Synodalen Weges zu warten“. Er wünsche den Bischöfen „Mut, Butter bei die Fische zu tun“.

Edgar Büttner von „Wir sind Kirche“ forderte beispielsweise die Abschaffung des Pflichtzölibats: „In 2022 wird in einigen Bistümern kein Priester mehr geweiht werden. Zwei Drittel der Priesteramtskandidaten verlassen das Seminar wegen des Pflichtzölibats“, sagte er. „Zwischen 2000 und 2500 Priester im deutschsprachigen Raum mussten wegen einer Partnerschaft ihren Beruf aufgeben.“

Die Deutschen Bischofskonferenz (DBK) wollte bei der Vollversammlung im oberfränkischen Wallfahrtsort Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein von diesem Montag an eigentlich über Reformprozesse und den Synodalen Weg beraten - doch nun stellt der Ukraine-Krieg alles in den Schatten.

Die innerkirchlichen Themen blieben aber, betonten die Reformer am Freitag. Das intransparente Verhalten des Kölner Erzbischofs, Kardinal Rainer Maria Woelki, zeige beispielsweise, dass die Machtstrukturen in der Kirche dringend geändert werden müssten. „Es ist Umkehrzeit“, sagte der Salzburger Theologe Gregor Maria Hoff.

Infos der DBK zu den VollversammlungenTagungsort VierzehnheiligenErzbistum BambergStatements der Reformbewegungen

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© dpa-infocom, dpa:220304-99-382652/2

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