12.09.2018 - 20:00 Uhr
RegensburgOberpfalz

Dreiste Einbrüche, fette Beute

Ein Drogenabhängiger aus dem Kreis Regensburg ist auf Raubzug, unter den Opfern ist auch seine eigene Großmutter.

Auf der Richterbank
von Autor AHSProfil

(ahs) Seit Mittwoch muss sich ein 33-jähriger Kfz-Mechatroniker aus dem westlichen Landkreis Regensburg vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt ihm Wohnungseinbruchsdiebstahl in Tateinheit mit vorsätzlichem unerlaubtem Besitz einer halbautomatischen Kurzwaffe, sowie zwei Fälle des besonders schweren Diebstahls zur Last. Eine Woche nach der letzten Tat konnte der Angeklagte festgenommen werden.

Dem Anklagesatz zu Folge stieg der Angeklagte zwischen Mitte Dezember 2017 und Anfang Januar 2018, möglicherweise mit einem Komplizen, in die Wohnung seiner Großmutter in Hemau ein. Hier durchwühlte er sämtliche Räume. Dabei fielen ihm neben Schmuck auch ein Tresor mit drei Schusswaffen, eine Mauser P08, eine Walther PKK und eine Smith & Wesson 38 Special, in die Hände. Zudem entwendete er seiner Oma den Toyota. Mit der Beute im Wert von rund 36.000 Euro konnte er unerkannt entkommen.

Ende Januar dieses Jahres war das Autohaus seines Arbeitgebers in Obertraubling das Ziel seiner Begierde. Durch das Rolltor, das er mit einer Fernbedienung öffnete, gelangten er und ein unbekannter Komplize in das Gebäudeinnere. Aus den Geschäftsräumen entwendeten sie zwei Kassenschübe mit Bargeld, zwei Geldkassetten und zwei Briefkuverts mit Bargeld sowie mehrere Uhren. Weiter fielen ihnen ein Twin-Card-I-Phone 5, ein Kartenlesegerät und 20 Bankkarten in die Hände. Der Gesamtschaden belief sich auf etwa 20.000 Euro. Bereits am Folgetag entwendeten der Angeklagte und sein Komplize eine vor dem Gebäude abgestelltes Auto mit einem Zeitwert von 40.000 Euro.

Verteidiger Helmuth Oertel gab eine Erklärung für seinen Mandanten ab. Dabei räumte er die Vorwürfe weitestgehend ein. Der Angeklagte selbst hatte bei der Polizei angegeben, dass er drogen- und spielsüchtig sei und dringend Geld gebraucht habe. Ein Bekannter aus dem Drogenmilieu hatte sich zudem bei der Kripo gemeldet. Er habe sich bei einem Kumpel aufgehalten, als der Angeklagte hinzu kam. In einer mitgebrachten Sporttasche sei mindestens eine Waffe gewesen. Von "Vergraben" sei die Rede gewesen. Schließlich führte er die Ermittler zielgerichtet zu der Stelle, wo eine Pistole samt Munition vergraben war. Die beiden anderen Waffen sind weiterhin verschwunden.

Bei der Durchsuchung der Wohnung der ebenfalls drogensüchtigen Freundin des Angeklagten stellten die Beamten Uhren sicher. In der Wohnung des Freundes des Angeklagten entdeckten die Beamten den inzwischen aufgebrochenen Tresor der Großmutter. Einen Opal-Ring versuchten der Angeklagte und seine Freundin einem Regensburger Juwelier zu verkaufen.

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