Regensburg
03.05.2019 - 13:40 Uhr

Das ist die größte Betriebsfeuerwehr der Oberpfalz

Mit knapp 100 Mitgliedern ist die Betriebsfeuerwehr bei Infineon in Regensburg die größte der Region. Seit 29 Jahren sind die Einsatzkräfte auf dem Gelände. Der spektakulärste Einsatz hatte etwas mit einer Bombe zu tun.

Stolz auf das neu gestaltete Feuerwehrhaus sind (von rechts) Standortleiter Jörg Recklies, Kommandant Alexander Schmid und Betriebsratsvorsitzender Johann Dechant. Bild: gib
Stolz auf das neu gestaltete Feuerwehrhaus sind (von rechts) Standortleiter Jörg Recklies, Kommandant Alexander Schmid und Betriebsratsvorsitzender Johann Dechant.

(gib) Seit 29 Jahren leistet sich Infineon in Regensburg eine eigene Feuerwehr auf dem Betriebsgelände. Mit knapp 100 Mitgliedern handelt es sich um die größte Betriebsfeuerwehr der Oberpfalz. Weil das Feuerwehrhaus aus allen Nähten platzte, wurde es erweitert und modernisiert. Am Dienstag folgte die Einweihung. "Das ist ein Signal nach innen und außen", sagte Standortleiter Jörg Recklies bei der Eröffnung. "Vom ursprünglichen Schwerpunkt der Brandbekämpfung hat sich die betriebliche Feuerwehr zu einem kompetenten Allrounder rund um alle Sicherheitsfragen entwickelt."

Bei Wartungen etwa sorge die Feuerwehr für die Sicherheit. Bei Leckagen, Wasserschäden oder Ölspuren könne sie schnell agieren. Da alle Mitglieder gleichzeitig Infineon-Mitarbeiter sind, verfügten sie über eine gute Ortskenntnis. 500 000 Euro kostete der Umbau des Feuerwehrhauses, das nun ausreichend Platz für die drei Fahrzeuge, für getrennte Umkleiden für Männer und Frauen, einen Schulungsraum und ein Büro für die Kommandanten bietet.

Alexander Schmid, Leiter der Betriebsfeuerwehr, betonte, dass sein Team die Regensburger Berufsfeuerwehr entlaste. "Sie muss nicht für alles angefordert werden." Außerdem sei die Feuerwehr vor Ort wesentlich schneller an der Schadensstelle. Seit 2008 biete die Betriebsfeuerwehr eine 24-Stunden-Abdeckung an 365 Tagen im Jahr. Als das Infineon-Werk vor 60 Jahren in Regensburg gegründet wurde, habe es noch keinen Bedarf für eine Betriebsfeuerwehr gegeben, blickte Betriebsratsvorsitzender Johann Dechant zurück. Das habe sich geändert, als die Komplexität der Aufgaben am Standort zunahmen.

Der spektakulärste Einsatz in jüngster Zeit war die Evakuierung des Betriebsgeländes nach einem Bombenfund in der nahegelegenen Killermannstraße im vergangenen Herbst. „Die Betriebsfeuerwehr spielte hier die entscheidende Rolle“, sagte Recklies. Kommandant Schmid berichtete auch von Einsätzen zum Schmunzeln: Einmal hatte sich ein Eichhörnchen in die Damentoilette verirrt, einmal landete ein Schwan auf dem Betriebsgelände und ging auf Mitarbeiter los.

Betriebsfeuerwehren gibt es auch an den Infineon-Standorten Villach, Dresden und München. In Regensburg sind zehn Prozent der Feuerwehrmitglieder Frauen. Die Infineon AG stellt Halbleiterprodukte her und hat weltweit über 40 000 Mitarbeiter.

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