(gib) Mächtig ins Zeug gelegt haben sich die Teilnehmer am Schulwettbewerb "Heimat leben und gestalten". Die 15 Preisträger wurden im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz ausgezeichnet, darunter mehrere Schulen aus dem Landkreis.
Begeistert zeigte sich Regierungspräsident Axel Bartelt vom Ideenreichtum und der Vielfalt der fast 100 Einsendungen von 77 Schulen. "Ihr habt euch riesig angestrengt und tolle Arbeiten abgeliefert", sagte er. Videoclips, Collagen, Magazine, Brettspiele, ein 3-D-Druck und sogar eine Statue aus Pappmachee gehörten dazu. Zum 200. Geburtstag der bayerischen Verfassung und zum 100. Geburtstag des Freistaats Bayerns hatte die Regierung der Oberpfalz zu diesem Wettbewerb aufgerufen. Alle Schularten und Altersstufen waren beteiligt.
"Heimat mag altmodisch und ein wenig uncool klingen", sagte Bartelt. Doch nicht erst seit der Flüchtlingsbewegung 2015 werde wieder verstärkt über den Begriff diskutiert. Heimat sei nicht unbedingt an einen Ort gebunden und könne wieder neu gefunden werden. "Heimat ist nicht Kulisse, sondern dort, wo man sich zu Hause fühlt."
Überwältigt von der Resonanz auf den Wettbewerb, entschied sich die Regierung, neben den 15 Hauptpreisen, dotiert mit jeweils 1000 Euro, auch elf Anerkennungspreise, dotiert mit jeweils 250 Euro, zu vergeben. In einer Feierstunde wurden die einzelnen Projekte der Hauptpreisträger kurz vorgestellt. Später konnten die Gäste diese in einer Ausstellung genauer unter die Lupe nehmen.
Bezirksheimatpfleger Tobias Appl blickte auf die für Bayern historischen Daten 1818 und 1918 zurück. Und auch die Oberpfalz hat Grund zum Feiern: 1838 hat der Regierungsbezirk per Verordnung von König Ludwig I. von Bayern im Wesentlichen seine heutige Gestalt und Bezeichnung erhalten. Somit kann der "Kreis Oberpfalz und Regensburg" auf eine 180-jährige Historie zurückblicken.
Aus dem Landkreis wurden folgende Hauptpreisträger ausgezeichnet: Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium Nabburg, Sonderpädagogisches Förderzentrum Schwandorf, Mittelschule Neunburg vorm Wald, Konrad-Max-Kunz-Realschule Schwandorf sowie die Staatliche Berufsfachschule Oberviechtach. Anerkennungspreise gingen an die Doktor-Eisenbarth-Grundschule Oberviechtach und die Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung St. Marien in Schwandorf. (gib)













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