28.08.2018 - 16:05 Uhr
RegensburgOberpfalz

Menschlicher Schädel im Wald bei Regensburg

Ein skelettierter menschlicher Schädel gibt der Polizei in Regensburg Rätsel auf. Eine Rekonstruktion liefert nun ein Phantombild.

So könnte die Unbekannte zu Lebzeiten ausgesehen haben.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Die Polizei hat im Februar 2017 in einem Waldstück am Keilsteiner Hang einen skelettierten menschlicher Schädel gefunden. Die Identität der Person ist noch immer unklar. Ermittler der Kripo Regenburg hoffen aufgrund der nun vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse auf neue Hinweise.

Außer dem knöchernen Haupt waren trotz einer intensiven Suche keine weiteren menschlichen Überreste entdeckt worden. "Die Kriminalpolizei Regensburg hat nun in Zusammenarbeit mit der Rechtsmedizin München und der Freien Universität Amsterdam, basierend auf den aufgefundenen knöchernen Schädel eine Weichteilrekonstruktion und eine isotopische Begutachtung veranlasst", berichtet Polizeisprecher Dietmar Winterberg. Dabei wird zum einen aufgezeigt, wie die Person kurz vor Ihrem Ableben ausgesehen haben müsste, zum anderen wird der vermutliche Lebensraum in verschiedenen Lebensabschnitten eingegrenzt. "So entstanden einige neue Aussagen zu der Person und eine bildliche Darstellung der Unbekannten." Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler nun die entscheidenden Hinweise zur Identifizierung der Person.

Gemäß der Begutachtung dürfte es sich bei der bisher unbekannten Person:

  • um eine Frau handeln
  • die vermutlich zwischen 1942 und 1944 geboren wurde,
  • die vermutlich zwischen 1963 und 1968 gestorben ist
  • ihre Kindheit im Raum Tschechien / Böhmischen oder Bayerischen Wald verbrachte
  • die zuletzt einige Jahre im Großraum Regensburg lebte

Dietmar Winterberg: "Die Beispielbilder, die das mögliche Aussehen der Frau vor Ihrem Ableben darstellen, sind absichtlich ohne Haupthaar gestaltet." Es liegen keine Anhaltspunkte auf die Statur der Unbekannten vor. Das Gesicht könne "durchaus fülliger oder dünner" gewesen sein. Das Verhältnis der Augen – Nase – Mundparite sei in der Regel jedoch aussagekräftig. Auffällig sei die markante Nase.

Die Kriminalpolizei Regensburg fragt nun,

  • Wer kann Angaben zu der bislang Unbekannten machen?
  • Wer erinnert sich an eine damals etwa 20-30 Jahre alte Frau, die seit den Jahren 1963 – 1968 nicht mehr gesehen wurde?
  • Wer kennt die Unbekannte oder kann sonst sachdienliche Angaben machen?

Unter der Telefonnummer 0941/506-2888 nimmt die Kriminalpolizei Regensburg die Hinweise entgegen.

Polizei sucht nach Skelettteilen bei

Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt

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