Gegen einen Pfarrer aus dem Landkreis Regensburg gibt es Missbrauchsvorwürfe. Der Mann wurde beurlaubt, die Ermittlungen laufen.
Der Staatsanwaltschaft Regensburg liegt eine aktuelle Anzeige des Bistums Regensburg wegen sexuellen Missbrauchs vor. Das bestätigte Markus Pfaller, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Dienstag gegenüber unserer Zeitung. Eine Person habe sich an das Bistum gewandt und einen Sachverhalt vorgetragen, der sich bereits vor mehr als zehn Jahren zugetragen haben soll, erklärte Pfaller. Das Bistum habe die Erkenntnisse unverzüglich an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die sofort ein Ermittlungsverfahren eingeleitet habe. Nähere Auskünfte zur Person und zum Sachverhalt erteilte der Sprecher mit Hinweis auf den Persönlichkeitsschutz und auf die laufenden Ermittlungen derzeit nicht.
Clemens Neck, Sprecher der Diözese Regensburg, erklärte auf Nachfrage, das Bistum habe nach den Leitlinien der Bischofskonferenz zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch durch Geistliche gehandelt. Nachdem dem Bistum der Missbrauchsvorwurf bekannt geworden war, habe man den Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Das Bistum habe den Pfarrer aus dem Landkreis Regensburg vorläufig vom Dienst beurlaubt, erklärte Neck. Andere Priester würden ihn übergangsweise in den betroffenen Pfarreien vertreten. Neck sagte weiter, dass Generalvikar Michael Fuchs auf eine zeitnahe Klärung der Vorwürfe hoffe. Fuchs betonte aber auch, dass für die Zeit der Prüfung die Unschuldsvermutung gelte.















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