25.03.2020 - 13:46 Uhr
RegensburgOberpfalz

Vergewaltiger verurteilt

Ein 41-jähriger Regensburger hat seiner Ex-Lebensgefährtin aufgelauert, sie geschlagen und vergewaltigt. Nun muss er sich vor Gericht dafür verantworten.

Vor dem Schöffengericht Regensburg muss sich ein 41-Jähriger wegen vorsätzlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Vergewaltigung verantworten.
von Autor AHSProfil

Ein 41 Jahre alter Arbeiter aus Regensburg musste sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Vergewaltigung vor dem Schöffengerichts unter Vorsitz von Richterin Andrea Costa verantworten. Dem Anklagesatz zu Folge passte der Mann im Oktober seine fünf Jahre jüngere Ex-Lebensgefährtin vor deren Wohnung ab. Eine Stunde lang diskutierten die beiden auf der Straße, wie ihre Beziehung weitergehen soll. Dann bat sie der Angeklagte, ihre Toilette benutzen zu dürfen. Als er diese verließ, sagte ihm die Frau, dass sie duschen werde, und forderte ihn auf, ihre Wohnung zu verlassen. Dem kam der Angeklagte nicht nach.

Er folgte er ihr ins Badezimmer, wo es zum Streit kam. Der Mann rastete aus und verpasste ihr schlug sie so heftig auf das Kinn, dass sie mit dem Kopf gegen die Wand stieß. Dann vergewaltigte er sie im Schlafzimmer. Noch am selben Tag erstattete die Geschädigte Anzeige. Der Polizei berichtete sie, dass sie die seit 1995 bestehende On-Off-Beziehung beendete habe, als der Angeklagte eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten musste. Nach der Entlassung sei er fast täglich vor ihrer Tür gestanden. Mehrmals sei er übergriffig geworden. Nach Verlesen des Anklagesatzes räumte der Angeklagte über seinen Verteidiger Alexander Utschitel die Vorwürfe ein.

In seinem Schlussvortrag sprach der Staatsanwalt zugunsten des Angeklagten an, dass dieser nicht sonderlich brutal vorgegangen sei. Er hielt die gesetzlich vorgesehene Mindeststrafe von zwei Jahren für tat- und schuldangemessen, welche zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Zudem forderte er ein umfassendes Kontaktverbot und die Ableistung von 100 Sozialstunden. Mit seinem Urteil entsprach das Schöffengericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Mann muss zudem 4500 Euro Schmerzensgeld zahlen.

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