18.07.2018 - 18:20 Uhr
RegensburgOberpfalz

Zu viele krank: Zug fällt regelmäßig aus

18 Zugausfälle in fünf Wochen. Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol spricht von einem "Skandal". Interessant ist besonders die häufigste Ursache für die Ausfälle zwischen Regensburg und München.

Der Alex Richtung München fiel zuletzt häufiger aus.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Jürgen Mistol fordert dringend eine Verbesserung im Zugverkehr in der Oberpfalz. Wie der Regensburger Landtagsabgeordnete der Grünen am Mittwoch erklärte, habe eine Anfrage im Landtag ergeben, dass zwischen 1. Juni und 9. Juli zwischen Regensburg und München insgesamt 18 Alex-Züge ausgefallen sind. "Ein Skandal", findet Mistol. Die Zahl zeige, dass Zugausfälle in der Oberpfalz zur "Normalität werden". Der Grüne fordert, die "gesetzlich vorgeschriebene Aufgabenerfüllung beim Schienenpersonennahverkehr" umzusetzen.

In der Antwort auf die Anfrage gibt die Staatsregierung auch die Gründe für die 18 Ausfälle an: Elfmal war demnach "Krankenstand des Betriebspersonals" die Ursache. In drei Fällen waren es "Folgen von Unwettern", in zwei Fällen war ein Güterzug auf der Strecke liegengeblieben und in weiteren zwei Fällen waren sehr hohe Verspätungen die Ursache. Die verantwortliche Bayerische Eisenbahngesellschaft gibt zudem an, dass überdurchschnittlich hohen Krankenstand beim Betriebspersonal zu vermehrten Zugausfällen führe. Um den Betrieb zu stabilisieren, wurde als kurzfristige Maßnahme der Zug 84116 ab Regensburg 6:51 Uhr Richtung München vorübergehend bis 13. Juli dauerhaft ausgesetzt. Dieser Zug wurde ausgewählt, weil sein Ausfall die geringsten Auswirkungen habe.

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