18.05.2021 - 12:09 Uhr
Reuth bei ErbendorfOberpfalz

Aus dem Gemeinderat Reuth bei Erbendorf: Bauantrag für 40 Meter hohen Funkmast abgewiesen

Einigkeit herrschte im Gemeinderat bezüglich der Errichtung eines 40 Meter hohen Stahlgittermastes. Ein Grund gegen diesen Antrag war die massive Beeinträchtigung des Landschaftsbildes.

Die Errichtung eines 40 Meter hohen Funkmastturms zwischen Reuth und Premenreuth stieß im Gemeinderat auf einstimmige Ablehnung. Die Pläne dazu lagen dem Gemeinderat in der vergangenen Sitzung vor.
von Autor ANGProfil

Ein Punkt auf der Tagesordnung sorgte nicht nur für reichlich Diskussionsstoff, sondern auch dafür, dass nach langer, auch coronabedingter Abstinenz wieder einige Zuhörer der Gemeinderatssitzung beiwohnten: Der Antrag der Deutschen Funkturm GmbH zur Errichtung eines 40 Meter hohen Stahlgittermastes als Träger für Mobilfunkantennen fand nicht nur bei den Gremiumsmitgliedern ablehnende Haltung. Das Bauwerk solle nur 25 Meter neben der als Naturdenkmal geschützten Allee zwischen Reuth und Premenreuth, etwa 150 Meter östlich von Klausen errichtet werden. Der Turm würde sogar die im Blickfeld befindliche Pfarrkirche in Premenreuth noch um zehn Meter überragen.

Bürgermeister Werner Prucker erläuterte, dass es bereits 2020 eine Anfrage der Firma Abel bei Grundstückseigentümern über einen Standort gab, der sich mehrere hundert Meter weiter nördlich befindet. Nachdem nach diversen Nachfragen keine Rückmeldungen eingingen, erstaunte es um so mehr, dass nun vor etwa sechs Wochen die Planungsunterlagen mit dem eingangs erwähnten Standort der Verwaltung vorgelegt wurden.

Nach ausgiebiger Darlegung des bisherigen Verfahrensverlaufs und nach zahlreichen ausgiebigen Redebeiträgen fasste der Gemeinderat den einstimmigen Beschluss, das Vorhaben abzulehnen. Vordringliche Gründe für das "Nein" seien die zu erwartenden baulichen Beeinträchtigungen des Orts- und Landschaftsbildes sowie Bedenken bezüglich des Denkmalschutzes mit Blickfeld auf die historische Allee. Sollte es dennoch zu einer Baugenehmigung kommen, werde die Gemeinde auch den Einsatz von Rechtsmitteln nicht scheuen, lautete der Konsens der Gemeinderäte. Zudem gelangte das Gremium zu der Ansicht, dass die vorhandene Netzabdeckung durchaus ausreichend und deshalb kein weiterer Antennenstandort erforderlich sei. Sollte der Bau letztlich dennoch unausweichlich sein, so müssten vom Vorhabensträger Alternativstandorte genannt werden.

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Abschließend informierte der Bürgermeister, dass die alljährlichen Rissesanierungen auf den Gemeindestraßen auf einer Gesamtlänge von 4009 Metern erledigt worden seien. In den nächsten Tagen werde die Firma Braun auch die eigentlich schon im Vorjahr vorgesehenen diversen Asphaltierungsarbeiten erledigen.

Die neue Homepage der Gemeinde soll nach Auskunft der Verwaltung bis Ende Mai oder Anfang Juni online gehen. Schließlich teilte der Bürgermeister mit, dass es in den nächsten zwölf Monaten Bürgerbefragungen durch das evangelische Hilfswerk geben wird. Dazu soll in den Gemeinden Reuth, Krummennaab und Friedenfels der Bedarf an Kurzzeitpflege, Tagespflege oder ähnlichen sozialen Einrichtungen ermittelt werden.

So sieht der Plan zur Errichtung eines 40 Meter hohen Funkmastturms zwischen Reuth und Premenreuth aus. Das stieß im Gemeinderat auf einstimmige Ablehnung.
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