18.03.2019 - 14:55 Uhr
Reuth bei ErbendorfOberpfalz

"Stillstand" bei Aufzügen

Die Gemeinderäte wollen nicht nur vom Energiesparen reden, in ihrer Sitzung beschlossen sie am Mittwoch einstimmig, alle Brennstellen der Straßenbeleuchtung auf LED umzurüsten.

Die Fahrstühle zu beiden Seiten des Bahnhaltepunkts Reuth sehen zwar fertig aus. Für den Termin, wann sie endlich in Betrieb genommen werden, ist bei der Bahn anscheinend niemand verantwortlich . Bild: ang
von Autor ANGProfil

Insgesamt 201 Straßenleuchten gibt es in der Gemeinde, 142 davon auf Peitschenmasten mit einer 46-Watt-Leuchtstofflampe bestückt. Der Energieversorger Bayernwerk Netz GmbH machte ein Angebot, in diese 142 Laternen mit jeweils zwei LED-Röhren zu installieren - wobei bei nahezu gleicher Brennstärke die Leistungsaufnahme auf 28 Watt sinkt. Laut Angebot soll die Einsparung jährlich 1758 Euro betragen.

Die Umrüstungskosten in Höhe von 7673 Euro hätten sich demnach schon nach gut vier Jahren amortisiert, zumal eventuell in der einen oder anderen Laterne auch eine Leuchtröhre ausreichend sein könnte. Auch für die 37 Castor-Leuchten - bereits modernere Brennstellen - beschloss das Gremium die etwa mit 3353 Euro veranschlagte, sofortige Umrüstung. Damit kommt die Gemeinde auch den Forderungen des Naturschutzes nach, weil dann alle Straßenleuchten kein bläulich-schädliches Licht ausstrahlen und keinerlei Lichtverschmutzung nach oben abgeben.

Träger wechseln

Um bei künftigen Sanierungsmaßnahmen der aktuellen Hauptsammlerkanäle alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen zu können, ist ein Wechsel der Trägerschaft erforderlich. Die Gemeinderäte stimmten der Aufnahmebereitschaft zu, dass die Gemeinde die auf ihren Hoheitsgebiet befindlichen Hauptsammlerabschnitte als künftiger Träger von der Verwaltungsgemeinschaft übernimmt. Die Gemeinschaftsversammlung der VG-Krummennaab hatte in ihrer Sitzung vom 5. Februar per Beschluss bereits die Bereitschaft zur Abgabe erklärt. Für anderweitige Ein- oder Durchleiter gelten die noch in der VG-Trägerschaft vereinbarten Aufteilungsschlüssel, sich im jeweiligen Abschnitt an den Unterhaltungs-, Sanierungs- und Neubaukosten zu beteiligen.

Bestens bewährt hatten sich in den vergangenen Jahren die Rissesanierungen an den gemeindlichen Straßen, weil Schäden durch eindringendes Wasser wesentlich verringert wurden. Da die Firma ABS Meiler aus Wernberg-Köblitz ihr günstiges Angebot vom Vorjahr aufrecht halten konnte, beauftragte das Gremium in Absprache mit dem gemeindlichen Bauhof, die Maßnahme auch heuer auszuführen. Zur Neugestaltung des Areals um das abgerissene ehemalige Köstler-Anwesens hatten sechs von neun angeschriebenen Firmen ein Angebot abgegeben. Als deutlich wirtschaftlichster Bieter erteilten die Gemeinderäte der Firma Bernhard Adam jun. den Zuschlag. Neben der Verbreiterung des Gehwegs entlang der Premenreuther Straße wird auf der Westseite des Marterlwegs ein Zusatzstreifen und zudem quer durch das Grundstück ein Weg mit zwei Sitzbänken in der Mitte eingebaut. Einem von Markus Zölch, eingereichten Tekturantrag (Standortanpassung einer Güllegrube) wurde nachträglich zum bereits erfolgten Verwaltungsverfahren auch das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Berlin lässt grüßen

Kopfschütteln rufen weiterhin die noch immer nicht betriebsbereiten Aufzüge auf der Gleisquerung am Bahnhaltepunkt Reuth hervor. Bürgermeister Werner Prucker meinte dazu, dass es schon fast als Drama zu bezeichnen sei, wenn man bei der Bahn überhaupt die verantwortlichen Leute erwischen will. "Hat man diese dann mal wirklich in der Leitung, sind fadenscheinige Ausreden an der Tagesordnung." Fakt ist, dass dazwischen immer wieder mal Arbeiter oder Techniker gesichtet wurden, die nach eigener Aussage diverse Funktions- und Belastungsprüfungen erledigten.

So heißt es weiterhin "Stillstand" an den beiden bereits im Frühsommer des vorigen Jahres installierten und mit öffentlichen Geldern geförderten Aufzügen und für die Bahnreisenden zum Gleis 2 die 34 Stufen hinauf und genauso 34 auf der anderen Seite wieder hinab steigen. Ein heiterer oder besser nachdenklicher Kommentar aus der Gemeinderatsrunde: "Vielleicht ist ja unsere neue Park&Ride-Anlage noch vor der Inbetriebnahme der Fahrstühle fertig - Berlin lässt grüßen."

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