25.07.2018 - 09:19 Uhr
RiedenOberpfalz

Aria hat ihr Spenderherz

Die Familie ist glücklich, die vielen Unterstützer sind froh: Aus den USA kommt die Nachricht, dass die kleine Aria (1) endlich ihr Spenderherz erhalten hat. Die Operation ist offenbar gut verlaufen.

Aria hat ein neues Herz. Das kleine Mädchen ist jetzt in den Vereinigten Staaten operiert worden. Bild: privat/exb
von Uli Piehler Kontakt Profil

"Am Dienstagvormittag Ortszeit hat Aria ihr neues Herz bekommen", teilt Daniela Lichei mit. Sie ist die Tante des kleinen Mädchens, für das in den vergangenen Wochen und Monaten in ganz Deutschland Spenden gesammelt worden sind. Auch in der Region. Stark engagiert hat sich zum Beispiel der FC Rieden. Arias Mutter Sabrina stammt aus Ellingen im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, hat aber vier Jahre in Vilshofen bei Rieden gelebt: Ihr Mann Morgan Draffin war als Soldat der US-Armee hier stationiert. Einer der beiden Söhne der Draffins hat in Rieden den Kindergarten besucht. Der Kontakt zu Freunden dort besteht fort, auch wenn die Draffins inzwischen nach Ellingen gezogen sind.

"Die Operation ist gut verlaufen und Aria liegt nun in ihrem Zimmer auf der Intensivstation", schreibt Lichei. "Die letzten Stunden waren sehr emotional. Wir können unser Glück kaum fassen und sind der Familie des Spenderkindes unsagbar dankbar dafür, dass sie Aria mit ihrer Entscheidung ein neues Leben schenken." Dank sagt Lichei auch allen Menschen, die Aria in den letzten Monaten unterstützt haben: "Ohne euch alle wäre Arias Reise in ein neues Leben nicht möglich gewesen."

Am Freitag vergangener Woche musste die Familie einen herben Rückschlag verkraften. Ein erstes Spenderherz war da, konnte aber nicht transplantiert werden. "Wir waren überwältigt und konnten es kaum fassen." Aria wurde sofort für die Operation vorbereitet. "Zur Sicherheit wurde nochmal Blut abgenommen, da es ein blutgruppenfremdes Herz war", berichtet die Tante. "Leider hat sich hierbei herausgestellt, dass Aria innerhalb der letzten Woche Antikörper gebildet hat, die ihr neues Herz angreifen würden. Somit blieb den Ärzten keine andere Möglichkeit als die Transplantation abzusagen." Vier Tage später dann die Erlösung. Jetzt muss sich die Kleine aber erst von der OP erholen.

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