In der jüngsten Sitzung des Riedener Marktgemeinderates ging es erneut um Themen des sanierten Freibades. Zunächst stand aber die Genehmigung eines Bauvorhabens auf der Tagesordnung. Ein Bauträger möchte auf einem bebauten Grundstück ein bestehendes älteres Gebäude abreißen und ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen errichten. Zum Objekt gehören sechs Stellplätze. Diesem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.
Der Sportverein Vilshofen will die WC-Anlage im Sportheim sanieren und rechnet mit Materialkosten von 1000 bis 1200 Euro. Die Arbeiten werden vom Sportverein selbst erledigt. Der Marktrat einigte sich darauf, dem Verein einen Zuschuss von 15 Prozent der nachgewiesenen Materialkosten, maximal jedoch einen Betrag von 250 Euro zukommen zu lassen.
Außerdem wurde beschlossen, für die PH-Wert-Regelung im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken des Freibades je einen Marmorkies-Turm anzuschaffen. Solche Türme werden für die PH-Wert-Regelung gebraucht, mit ihnen kann auf einen Einsatz von chemischen Mitteln verzichtet werden. Die beiden Türme kosten die Marktgemeinde 17 584 Euro netto. Bürgermeister Erwin Geitner erläuterte, dass diesen Anschaffungskosten bereits 4300 Euro Unterhaltskosten der ersten verkürzten Saison 2022 ohne Marmorkiestürme gegenüber stehen. Heuer wurde mit üblichen chemischen Mitteln der PH-Wert geregelt. „Wenn die Saison normal lange läuft, würde das ohne Marmorkies-Türme bis zu 6.000 Euro im Jahr kosten. Mit den Türmen sparen wir uns 90 Prozent Chemie-Einsatz und die Anschaffungskosten haben sich bereits in drei Jahren gerechnet“, so Geitner. Der Unterhalt für die Türme beläuft sich schätzungsweise nur auf 800 Euro im Jahr für Kiesfüllungen. Das Vorhaben wurde von den Räten genehmigt.
Satzung soll erlassen werden
Josef Weinfurtner ist der Meinung: „Wir haben in Rieden einen großen Nachholbedarf für Ehrungen (für verdiente Bürger in der Marktgemeinde; Anm. d. Red.), weil es das bisher bei uns nicht gab“. Dazu soll eine Satzung Erlassen werden. Bürgermeister Erwin Geitner hatte sich in der Zwischenzeit mit dem Thema beschäftigt und stellte dem Marktgemeinderat einen Entwurf für solche gemeindlichen Ehrungen vor, anlehnend an die Satzungen anderer Gemeinden. Der Vorschlag von Geitner, dass sich die einzelnen Fraktionen des Marktgemeinderates mit dem Thema zunächst intern befassen und Vorschläge bei der nächsten Sitzung des Gremiums vorbringen, fand breite Zustimmung. Josef Weinfurtner erklärte, wie er sich eine Veranstaltung für Ehrungen vorstellt: „Zum Beispiel einmal im Jahr, im November, könnte ein Ehrenabend im Rathaus stattfinden.“
Im Anschluss ging Bürgermeister Geitner auf die vielen Fragen zum Badcafé im Freibad Rieden ein: „Zum Status möchte ich mitteilen, dass gerade die Fliesen-Arbeiten fertig geworden sind und im Januar die Trockenbauer fertig werden.“ Die Küche soll im Februar eingebaut werden. Ein Pächter steht jedoch noch nicht fest.
In Sachen Stromkosten kommt es für die Marktgemeinde Rieden zum Glück nicht so hart, wie bei der vorherigen Sitzung befürchtet. Die Kommunen fallen jetzt unter den Strompreisdeckel und so konnte nach Ausschreibung ein verträglicher Tarif von den Stadtwerken Amberg für die „Standardlastprofile“, wie Schule und Rathaus, abgeschlossen werden. Der Arbeitspreis liegt dann bei 48,5 Cent je Kilowattstunde Strom. Zu diesem Preis kommen noch die Netzentgelte sowie Steuern.
Über Initiative informieren
Zur Verkehrssicherheit wies Helmut Bauer auf die bundesweite Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ hin. Bei der Initiative machen bereits über 350 Städte und Gemeinden mit. Mit dieser Initiative sollen rechtliche Voraussetzungen vom Bund geschaffen werden, damit Kommunen wie der Markt Rieden selbst entscheiden können, auf welchen Strecken in der Gemeinde Tempo 30 gilt. Bisher ist das nicht der Fall. Konkret wurde im Marktrat diskutiert, dass es von Anwohnern der Taubenbacher Straße Beschwerden gegeben hatte, dass hier zu schnell gefahren wird. Helmut Bauer wünschte sich vom Bürgermeister, dass seitens der Gemeinde Informationen über die Initiative eingeholt werden. Der Bürgermeister zeigte sich offen dafür.
Ähnlich verhält es sich bei einer Werbetafel, die jüngst auf einem Grundstück nahe der Staatsstraße in Siegenhofen aufgestellt wurde. Hier äußerte Andreas Weinfurtner Bedenken um die Einfahrtsituation vom Wasserwerk kommend und den Verkehrsüberblick auf die Staatsstraße. Bürgermeister Geitner erläuterte, dass die Aufstellung der Werbetafel von Landratsamt genehmigt wurde. Man möchte aber seitens der Gemeinde nochmals nachhaken.



















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