12.08.2018 - 16:31 Uhr
RiedenOberpfalz

Böllerdonner zum Einstieg

Schon immer verstehen es die Riedener kräftig zu feiern auch heuer beim 47. Vilstalfest mit 17. Kirwa. Am frühen Samstagvormittag geht es ans Aufstellen des von Dominik Flierl spendierten 34 Meter langen Kirwabaums.

Bürgermeister Erwin Geitner (rechts) stieß Festwirt Erhard Richthammer, Brauereichef Josef Winkler und dem Oberkirwapaar 2017 Madleen Scharl und Dominik Flierl (von links) „auf a super guade Kirwa“ an.

(sön) Mit blau-weißen Bändern schmückten die Kirwamoidln den Spitzbuschen, drei Kränze flochten sie, von denen den untersten mit den Namen der Paare versehene Herzen zieren. Bayerische Rauten, eine Lederhose, einen Maßkrug und "Rieden 2018" schnitzen die Burschen kunstvoll ein. Baummeister Martin Reiser aus Ensdorf führte das Kommando: "Auf geht's, pack ma's! Hau - ruck!" hörte man. Für flüssige Kraftnahrung in Maßkrügen sorgten die Kirwamoidln. Nach rund zwei Stunden war es soweit, dann wurde der Baum noch verkeilt - fertig.

Am Samstagnachmittag trafen sich örtliche Vereine mit Fahnenabordnungen am Rathaus zum Kirchenzug zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Nach dem durch Pfarrer Gottfried Schubach zelebrierten Festgottesdienst fand die traditionelle Bierprobe am Marktplatz statt, die von der Blaskapelle St. Georg unter Stabführung von Sophie Rüth mit schmissigen Melodien umrahmt wurde. Kirwapaare und Blaskapelle voran, ging es nach Bierprobe und Standkonzert zum Festplatz. Die Riedener Böllerschützen ließen es zum Empfang kräftig krachen.

Bürgermeister Erwin Geitner begrüßte alle Gäste und sagte: "Seit 47 Jahren gibt es das Riedener Vilstalfest und seit 17 Jahren wird durch die Kirwapaare mit Kirwabaum, Baumaustanzen und Bärentreiben eine Tradition wiederbelebt, das ist schön und freut mich", lobte Geitner. Festwirt Erhard Richthammer strahlte angesichts des proppenvollen Festzelts. Er wünschte "gute Unterhaltung, viel Gaudi und kräftigen Durst". Gemeinsam mit Senior-Brauereichef Josef Winkler und dem Oberkirwapaar 2017, Madleen Scharl und Dominik Flierl, tranken alle "auf a super guade Kirwa". Dann zogen die Stimmungskanonen der Kirwaband SaKrisch musikalisch vom Leder, spielten und sangen "I will nur z'ruck zu dir", träumten "Mir hom a Faßl voll Bier, des sauf' ma z'am" und forderten auf "Die Krüge hoch".

Die Gäste im Zelt ließen es sich gut gehen bei Festbier und Schmankerln aus der Küche von Susanne Richthammer. Nach Weißwurstfrühstück, Kirwabärtreiben und Seniorennachmittag wird heute Abend der Kirwabaum verlost und die Gaudibursch'n werden für Kirwagaudi zum Festausklang sorgen.

„Schwarze und Rote“ wie Bürgermeister Erwin Geitner (CSU), MdL Reinhold Strobl (SPD), Landtagskandidat Uwe Bergmann, SPD (von rechts), 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner (CSU), 3. Bürgermeister Gerhard Schnabel (SPD) und Marktgemeinderäte aller Coleur (von links) feiern gemeinsam beim Vilstalfest.

Stefan Zapf, Gründungsmitglied und Urgestein der Blaskapelle St. Georg, durfte mit seiner Tuba beim Standkonzert nicht fehlen.

In feschen Dirndln, die Burschen in der Ledernen, spielten die Mädchen der Blaskapelle St. Georg unter Leitung von Sophie Rüth (rechts) zum Standkonzert und Marsch zum Bierzelt auf.

Die Riedener Böllerschützen ließen es vor dem Einzug ins Festzelt so richtig krachen.

Armschmalz war – trotz technischer Unterstützung – beim Aufstellen des Kirwabaums gefordert.

Herzen mit den Namen der Kirwamoidln und Kirwaburschen schmücken einen Kranz am Kirwabaum.

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