Rieden
24.10.2026 - 10:28 Uhr
OnetzPlus

Brückensanierung in Rieden soll 2027 angegangen werden

Der Riedener Marktgemeinderat vergibt Aufträge für Bauprojekte. Die Sanierung der Ortsbrücke Rieden wird eine mehrmonatige Vollsperrung erfordern. Weitere Projekte umfassen den Brückenbau in Vilshofen und die Offene Ganztagesschule.

Für wichtige Bauvorhaben vergab der Riedener Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung Aufträge. Wohl am stärksten in den Alltag der Riedener und der umliegenden Vilstaler eingreifen wird die Sanierung der Ortsbrücke Rieden. Im kommenden Jahr steht eine mehrmonatige Vollsperrung für den motorisierten Verkehr über die Brücke an. Für Fußgänger und Radfahrer wird die Überquerung in der Sanierungszeit möglich sein, war in der Sitzung zu vernehmen. Die Dauer der Sperrungs- und Erneuerungsphase ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau absehbar. Laut Bürgermeister Erwin Geitner sollen die Arbeiten mit dem Ende der Frostperiode im Frühjahr angegangen werden. „Im Oktober müssen wir fertig sein. Das gilt für die Riedener Brücke als auch für die Vilshofener Ortsbrücke.“

Bei der vergangenen turnusmäßigen Brückenbauwerksprüfung wurden an der Riedener Ortsbrücke deutliche Schäden festgestellt, die eine baldige grundlegende Erneuerung notwendig machen. Die Marktgemeinderäte konnten vorab die Gutachten einsehen. Korrosion ist der große Sorgentreiber. In den vergangenen Monaten liefen die Sanierungsausschreibungen für die grundlegende Brücken-Erneuerung und für die Maßnahmen an der Vilshofener Ortsbrücke, die jedoch weniger aufwendig sind. „Die Vilshofener Brücke wird im Rahmen der Arbeiten nur halbseitig gesperrt werden müssen“, informierte Geitner.

Verkehr wird umgeleitet

In Rieden müssen unter anderem die Brücke angehoben, der Unterbau erneuert, der Fahrbahnbelag ausgetauscht und die Geländer neugestaltet werden. Die Kostenberechnung des Ingenieurbüros Preihsl & Schwan belief sich auf rund 900.000 Euro. Der Marktgemeinde lagen zur Sitzung acht Angebote von Baufirmen mit einer Spanne von 654.557 Euro bis 1,136 Millionen Euro vor.

Vor der Abstimmung der Vergabe wurde intensiv diskutiert, auch die ein oder andere Sorge der Bürger kamen zur Sprache. Andreas Weinfurtner (CSU) wies daraufhin, sich frühzeitig Gedanken über die Verkehrsführung zu machen. Wie Geschäftsleiterin Sabine Müller erklärte, sei angedacht, den Verkehr über die Gemeindeverbindungsstraßen von Vilshofen und Ensdorf sowie Kreuth nach Rieden ein- und ausfahren zu lassen.

Diskussion über Behelfsbrücke

Mehrere Räte, darunter Johannes Greß (JU), regten an, in der Sanierungszeit eine Behelfsbrücke ins Auge zu fassen. Weiter gelte es, die Sorgen der Geschäftsleute im Riedener Ortskern nicht zu vergessen. Bei Feuerwehreinsatzfahrten müsse laut Sebastian Bösl (CSU) umgedacht werden. Der Bürgermeister meinte dazu, dass maximal eine mobile Brücke, etwa von THW oder Bundeswehr, ein Thema sein kann. Sonst stünde eine Kostenexplosion wegen einer zu bauenden Ersatzbrücke im Raum. Wohl könnte so eine Behelfsbrücke im Bereich des Freibad- und Kirwaplatzes eingerichtet werden, wie mehrere Räte anklingen ließen.

Veronika Baur (FW) wollte wissen, ob die Brückenbauwerksprüfungen regelmäßig stattgefunden hätten. Dies bejahte der Rathauschef. Hans Fischer (FW) zeigte sich überrascht, dass der Markt kein Brückenpflegebuch habe: „Jedes Kfz, jedes Haus muss instandgehalten und diese Wartung auch dokumentiert werden, wo und wann ist das bei unseren Brücken passiert?“ Geitner erklärte, dass ein Brückenpflegebuch für die Gemeinde nicht verpflichtend sei, regelmäßige Bauwerksprüfungen durch Fachleute lieferten ausreichende Aussagen über den Zustand der Brücken. Parteiübergreifend befürworteten mehrere Räte so einen Wartungsnachweis mit dem Pflegebuch, den der Bauhof führen solle.

Am Ende dieses Tagesordnungspunktes vergab der Marktrat einstimmig die Sanierungsarbeiten für beide Brücken an den günstigsten Anbieter, die Firma Guggenberger aus Mintraching. Josef Weinfurtner (CSU) machte deutlich, wie wichtig für alle Bürger die Info sei, wann es los geht und wie lange es voraussichtlich dauern werde. Geitner erklärte, dass durch die Auftragsvergabe nun ein Bauzeitplan mit der ausführenden Firma erstellt werden kann.

Vergabe für Gewerke

Weiter wurden Gewerke für den Bau der Offenen Ganztagesschule in Rieden vergeben. Für jeden Bereich waren mehrere Angebote eingegangen, einstimmig votierte das Gremium für die jeweils kostengünstigsten Papiere. Die Baumeisterarbeiten gingen an die Firma Singer Bau aus Götzenöd (522.086 Euro), die Blitzschutzarbeiten an die Firma Pesa Blitzschutz (17.309 Euro) sowie die Erdarbeiten (39.282 Euro) und der Kanalbau (17.623 Euro) an die Firma Dötterl und Hahn aus Ursensollen; die Aushubarbeiten beginnen noch im Oktober.

Der Antrag für den Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Carport auf einem Hanggrundstück in der Kesselbergstraße in Vilshofen fand die Zustimmung des Marktrates. Weiter informierte der Rathauschef, dass der Pachtvertrag für den Freibadkiosk mit dem aktuellen Pächter zum Jahresende ausläuft und für die kommende Freibadsaison neue Kioskbetreiber gesucht werden.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.