"Die altbekannte Masche des anrufenden ,Computer-Experten‘ funktioniert noch immer", so kommentiert der Amberger Polizei-Pressesprecher Achim Kuchenbecker den aktuellen Vorfall. Dabei hatte am Dienstag ein vermeintlicher "Fachmann" bei einem Riedener (64) angerufen und diesem mitgeteilt, der Mann habe eine Vielzahl von Viren auf seinem PC. Das habe man über einen "Scan" festgestellt. Um trotzdem weiterhin E-Mails bekommen zu können, müsse der Riedener die Viren entfernen lassen, empfahl der Anrufer - und bot auch gleich an, das für eine einmalige Gebühr von 146 Euro sofort zu erledigen.
Dazu musste der 64-Jährige Bilder seiner Personalausweises versenden, was er auch tat. Dann stellte er fest, dass ihm statt der vereinbarten 146 tatsächlich 500 Euro abgebucht wurden: Daraufhin wurde der Betrogene misstrauisch. Seine "Befürchtung, dass mit seinen Ausweis-Daten und der Bankverbindung Betrügereien verübt werden, ist natürlich berechtigt", meint Achim Kuchenbecker. Deshalb seien auch strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden.
Die Polizei nimmt diesen Vorfall zum Anlass, um wieder einmal vor dieser Betrugsmasche zu warnen. Sie betont: "Es wird niemals ein Mitarbeiter der Firma Microsoft oder sonstigen Softwarefirmen selbstständig anrufen, um angebliche Sicherheitslücken eines Computers zu schließen oder sonstige Probleme mit Trojanern oder Viren zu beheben." Solche Anrufe seien also immer ein Betrugsversuch. Deshalb der Tipp der Polizei: "Einfach auflegen!"













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