26.03.2019 - 15:35 Uhr
RiedenOberpfalz

Deftige Sprüche beim Riedener Bockbierfest

Das Bockbierfest beim Bärenwirt ist ein richtiger Kracher: Als Gemeindediener nimmt Erhard Richthammer Bürgermeister, Gemeinderäte aber auch Schluckspechte auf Korn. Gerhard Schnabel hatte die „Wechseljahre“ 2018 und 2019 im Visier.

Ziegenhirt Mulzi (Gerhard Fleischmann) mit seinen zwei Geißböcken schwadronierte über seine Schwierigkeiten mit dem Doppelbock. "Aber über Rieden weiß ich Geschichten, über Personen und Vereine kann ich berichten.“
Der Knaller des Abends waren Armin und Johann Hofrichter als Aspiranten auf die nach Pfarrer Schubachs Versetzung freiwerdende Pfarrstelle.
Gerhard Schnabel nahm sich die zahlreichen Wechsel von Schule über Vereine und auch bei Gebäuden aufs Korn.
Gemeindediener Erhard hatte es mehr mit dem Bier als mit der Arbeit. Er schilderte daher erst einmal seinen Gang durch Riedens Wirtshäuser vom Frühschoppen bis zum Feierabendseidel.
Zünftig spielten Phillip Haas, sein Bruder Johannes mit Michael Drexler (von links) auf.
Auf einen „pfundigen Bockbierabend“ stieß Wirtin Susanne Richthammer mit Drittem Bürgermeister Gerhard Schnabel, Bürgermeister Erwin Geitner. Juniorbräu Maximilian Winkler, Erhard Richthammer und Zweitem Bürgermeister Josef Weinfurtner (von links) an.

Zünftig spielten Philipp Haas auf der Gitarre, sein Bruder Johannes am Cajon mit Michael Drexler an der Steirischen beim Riedener Bockbierfest auf. Mit je einem Winkler Jubilator-Doppelbock stieß Wirtin Susanne Richthammer mit Bürgermeister Erwin Geitner, Juniorbräu Maximilian Winkler, Zweitem Bürgermeister Josef Weinfurtner, Drittem Bürgermeister Gerhard Schnabel und ihrem Vater Erhard „auf an pfundigen Bockbierabend“ an. Dann ging es Schlag auf Schlag.

Gemeindediener Erhard hatte es mehr mit dem Bier als mit der Arbeit, schilderte daher erst einmal seinen Gang durch Riedens Wirtshäuser vom Frühschoppen bis zum Feierabendseidel. Dann aber nahm er Bürgermeister und Marktgemeinderäte aus Korn. So feiere Geitner Ende Mai seinen 50. Geburtstag und Erhard moserte „vor über 20 Jahren kamst du nach Rieden, aus der Nähe vom Habsberg, Maria Heil der Kranken, im Nachhinein müssen wir dir danken“. Auch für Geitners Stellvertreter, dem Lederer Sepp, ginge heuer das 60. Jahr vorbei. Beide könnten im großen Zelt vom Landkreislauf ihre Geburtstage feiern, und, psalmierte der Gemeindediener „hoffentlich ist an diesen Ehrentagen auch ganz Rieden eingeladen“.

Natürlich bekamen auch Fraktionen und Räte ihr Fett weg und der Gemeindediener fragte sich: „Nächstes Jahr stehen Kommunalwahlen an im Land und da mach ich mir meine Gedanken, bringt diese Wahl meinen Chef ins Wanken?“. Dazwischen wieder zünftige Musik, und Gerhard Schnabel nahm sich nun die zahlreichen Wechsel von Schule über Vereine und auch bei Gebäuden aufs Korn. Ob in der Grundschule, bei der Rektorin Christine Kölbl nun das Zepter in der Hand hält, über den Feuerwehrverein an dessen Spitze nun eine Deutsche Eiche stehe, bis zum Zusammenschluss der Reservisten mit dem Kriegerverein. Natürlich vergaß Schnabel auch das Freibad und eine mögliche Fördermöglichkeit nicht.

Knaller des Abends waren Armin und Johann Hofrichter als Aspiranten auf die nach Pfarrer Schubachs Versetzung freiwerdende Pfarrstelle. Da erfuhr man, dass viele CSU-Räte nur vor Wahlen als Kirchgänger zu sehen seien, die Kirchenuhr noch von Hand aufgezogen werden müsse. "Da hatte Rieden schon Ein-Euro-Jobber als es noch die D-Mark gab." Auch das Zölibat und dessen Abschaffung war Thema. Nur: "Das werden wir nicht mehr erleben, vielleicht aber unsere Kinder." Die Musikanten spielten „Ja, wos a rechter Waldler is“ und Ziegenhirt Mulzi (Gerhard Fleischmann) mit seinen zwei Geißböcken schwadronierte über seine Schwierigkeiten mit dem Doppelbock. "Aber über Rieden weiß ich Geschichten, über Personen und Vereine kann ich berichten.“ Ob Tauziehfreunde, Goaslandler, Vilstalschnupfer, Reservisten, FC Rieden, Fischereiverein, Kirwaleit, Narrhalla, Wanderfreunde oder Feuerwehr, jeden und alles nahm der Mulzi in die Mangel. Dem Publikum gefiel's prächtig.

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