11.08.2020 - 09:07 Uhr
RiedenOberpfalz

Wenn die Kinder wiederkommen, ist die digitale Schule in Rieden fertig

Mit dem Beginn der großen Ferien haben die umfangreichen Arbeiten für die Digitalisierung der Schule in Rieden begonnen. 140 000 Euro gibt die Marktgemeinde in Abstimmung mit dem Schulverband dafür aus.

Jetzt in der Ferienzeit laufen die Baumaßnahmen für die Digitalisierung der Grundschule Rieden. Etwa vier Kilometer Netzwerkkabel werden verbaut. Bürgermeister Erwin Geitner verschafft sich vor Ort einen Überblick über den Ausbaufortschritt.
von Paul BöhmProfil

Wenn die Kinder nach den großen Ferien wieder zur Schule kommen, soll die Digitalisierung der Grundschule in Rieden abgeschlossen sein. Wie Bürgermeister Erwin Geitner sagte, liegen derzeit die Bauarbeiten gut im gesteckten Zeitplan. Die Marktgemeinde Rieden hatte sich nach Abstimmung mit dem Schulverband Rieden-Ensdorf entschlossen, entsprechende Fördermittel zu beantragen. Aus dem Programm "Digitale Infrastruktur an den bayerischen Schulen" wurde für die Digitalisierung der Schule Rieden ein Zuschuss in Höhe von 71 000 Euro gewährt.

Gemäß den Vorgaben des Programms wird das Schulgebäude derzeit komplett mit neuem Glasfaserkabel ausgestattet. Mit Geldern aus dem Sonderbudget Leihgeräte waren bereits im Juli zehn Laptops zur Nutzung für die Schüler angeschafft worden, so Geitner. Mit Mitteln aus dem Programm „Digitales Klassenzimmer“ werden noch vor Beginn des neuen Schuljahrs im September alle Klassenzimmer mit neuem Touchboard-Tafeln ausgerüstet. „Das Zeitalter der bisher bekannten Tafel und Kreide sind dann Vergangenheit“, betonte der Bürgermeister.

Die Kosten aller notwendigen Investitionen zur Digitalisierung der Schule mit dem neuen Netzwerk belaufen sich auf insgesamt 140 000 Euro, informierte Erwin Geitner bei einem Rundgang durch die Schulräume. „An Fördermitteln können insgesamt 95 000 Euro in Anspruch genommen werden“, stellte er fest. Der Aufwand für die Marktgemeinde Rieden und den Schulverband beträgt demnach noch 45 000 Euro.

Kinder machen Senioren eine Freude

Rieden

Mit dem Einbau der neuen Tafeln wurde die Firma Arados aus Sulzbach-Rosenberg beauftragt. Den Zuschlag für die Netzwerkausstattung bekam die Riedener Firma TGS-Gruber und Schlemmer. Der Auftrag für den Umbau der Schule und den Einbau der Glasfaserverkabelung ging an die Firma Elektro Mauel aus Kümmersbruck.

Verlegt werden etwa vier Kilometer Netzwerkkabel. 40 Geräte- und Anschlussdosen werden in den Klassenzimmern und Räumen installiert. Dazu kommen 300 Meter Kabelschächte. Erforderlich sind dazu zehn Kernbohrungen und zwei Netzwerkschränke für die Unterbringung der Technik. Insgesamt werden 16 Accesspoints zur Verstärkung der Signale für die eingebauten Router installiert. „Aus Sicherheitsgründen ist das gesamte Netzwerksystem mit einer eigenen Firewall abgesichert“, unterstrich Bürgermeister Erwin Geitner.

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