01.03.2020 - 13:45 Uhr
RiedenOberpfalz

Kräftige Sprüche zum starken Bock in Rieden

Das Bockbierfest beim Bärenwirt in Rieden hatte viel zu bieten. Fesche Bedienungen im Dirndl sorgten für volle Krüge und Leckeres aus der Küche, Saba z’dreckat“ spielte zünftig auf und dazu gab es humorvollen Einlagen.

Knaller des Abends waren die zwei Dorfratschen Fränzi und Rettl (Franziska Haas und Maria Dietl, von links).
von Hubert SöllnerProfil

Erhard Richthammer nahm als Gemeindediener das Gemeindeleben aufs Korn. Der Kracher des Abends waren die zwei Dorfratschen Fränzi und Rettl, die noch vom Ziegentreiber Mulzi getoppt wurden. Mit der Granaten-Polka legte Saba z’dreckat los. Die Band träumte vom wunderschönen Gamsgebirg und hatten auch deftige Trinksprüche auf Lager. Im Namen der Gastwirtsfamilie begrüßte Erhard Richthammer alle Gäste, Vereinsvertreter, alle wohlgeborenen Bürgermeister, Marktgemeinderäte und Max Winkler von der gleichnamigen Brauerei.

Gemeindediener Erhard hatte es mehr mit dem Bier als mit der Arbeit, schilderte daher erst einmal seinen Gang durch Riedens Wirtshäuser vom Frühschoppen bis zum Feierabendseidl. Dann erfuhren die Gäste, dass im neuen Riedener Feuerwehrhaus, das erstmals auch Wahllokal sein wird, „jeder, der seine Stimme abgibt, mit eine Seidel Bier beglückt wird. Das zahlt die Feuerwehr, denn denen ist beim Bau so viel übriggeblieben“. Damit Traditionen nicht aussterben, versprach er Schafkopfkurse anzubieten. Auch über die internen Nachrichtendienste in der Gemeinde und die geplante Namensänderung der FC-Arena wusste er einiges zu erzählen.

Eine gute Unterlage zum süffigen Doppelbock waren die Brotzeiten aus der Bärenwirtsküche – darauf legten auch die Musikanten Wert.
Ziegenhirt Mulzi (Gerhard Fleischmann) wollte mit einer deftigen Wahlrede a la Franz-Josef Dimpflmayr Bundeskanzler werden.

Nun nahm Erhard Richthammer Bürgermeister Geitner aufs Korn: „Und 50 Jahr is er g’wen und des kennt man ihm an." Zurückgezogen habe sich heute der Faschingsgeschädigte in die Klosteridylle, "jetzt braucht er Ruhe und Stille“. Aber auch alte und neue Kandidaten der Roten, der Schwarzen und der Freien bekamen ihr Fett weg, keiner entging dem Gemeindediener. Saba z’dreckat“ spielte weiter zünftig auf, die Feuerwehrler mussten raus zu einem Einsatz und versäumten so den Knaller des Abends, die zwei Dorfratschen von den Goaslandlern. Die sahen noch tiefer ins Gemeindegeschehen, wussten dass beim Freibadneubau eine Metzgerei mit eingeplant sei: „Dou machas auf der Liegewiesn an FKK-Bereich mit Fleischbeschau“. Sie wussten auch „aber niad weitersang: Junggselln vom Steizerboch ham scho Dauerkarten fürs Bad“.
Die beiden lästerten über das neue Wurstsemmel-Wirtshaus, die Flachdächer bei Raiba, Kita und Netto und orakelten, dass der alte Kindergarten zum Seniorenheim umgebaut würde, „und am Friedhof wärs a niat weit, brauchst bloß über d’ Straß driwa“.
Ziegenhirt Mulzi suchte anschließend seine beiden Geißböcke, schwadronierte: „Die hams ma g’stoln, i suach ma a neue Arbeit“. Und da er gehört hatte, ein neuer Bundeskanzler werde gesucht, übte er sich in einer deftigen Wahlrede wie Franz-Josef Dimpflmayr. Er lästerte über das "Sozi-Pack, die Grünen Kerndl-Fresser und den Schwarzen Sauhaufen", schließlich empfahl er die Partei der Freien Schafzüchter.

Zünftig spielte Saba z’dreckat – Theresa mit ihrer Quetschn, Phillip mit seiner Gitarre, Johannes am Cajon und Louis mit Tenorhorn (von links) – auf.
Auf einen „pfundigen Bockbierabend“ stießen 3. Bürgermeister Gerhard Schnabel, 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner, Erhard Richthammer und Bräu Maximilian Winkler (von links) an.
Gemeindediener Erhard hatte es mehr mit dem Bier als mit der Arbeit, schilderte daher erst einmal seinen Gang durch Riedens Wirtshäuser vom Frühshoppen bis zum Feierabendseidel.
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