Freie-Wähler-Markträtin Marga Kraus hat ihre Kollegen im Riedener Marktrat bei der August-Sitzung informiert, dass sie aus familiären Gründen mit sofortiger Wirkung ihr Amt niederlegt. Die Stimmung war bedrückt im Gremium, vor allem in der FW-Fraktion. Den "dringend notwendigen Schritt" begründete die langjährige Markträtin mit der Übernahme der häuslichen Pflege ihres Vaters. Dies binde sie stark. „Ich musste irgendwo die Reißleine ziehen, da ich nicht mehr alle Termine wahrnehmen kann“, so Kraus.
Großes Verständnis gezeigt
Bürgermeister Erwin Geitner bedauerte Kraus' Schritt sehr, zeigte aber ebenso wie das gesamte Ratsgremium großes Verständnis. „Es tut weh, Dich ziehen lassen zu müssen“, sagte Geitner und würdigte das große soziale Engagement von Marga Kraus über den Gemeinderat hinaus. Er hoffe jedoch, dass es für Kraus beim VdK weitergehen werde, so der Bürgermeister. Dort hatte sie nach dem Tod von Josef Niebler kommissarisch mit Josef Popp und Josef Spies die Geschäfte übernommen. „Da wir die Verantwortung beim VdK auf mehrere Schultern verteilt haben, ist es hier einfacher“, erklärte Kraus. Im nächsten Jahr stünden Neuwahlen an. Bis dahin werde sich entscheiden, wie es im Vorstand weitergehe. „Der VdK mit über 400 Mitgliedern liegt mir sehr am Herzen“, so Kraus.
Die Markträte beschäftigten sich auch mit einer Ersatzbeschaffung für den Bauhof: Der 25 Jahre alte Schneepflug für den Winterdienst muss ausgetauscht werden. Wie Geitner das Gremium informierte, musste der bisherige Schneepflug, der an den Gemeindetraktor montiert wird, bereits mehrmals repariert werden. Drei Angebote lagen zur Sitzung vor. Die Angebotsspanne lag zwischen 11.500 und 20.000 Euro, jedoch in unterschiedlichen Bauweisen.
Bauhof machte sich Gedanken
Die Bauhofmitarbeiter fanden vor allem den mit dem geringsten Gewicht von 520 Kilogramm und abriebfesten Kunststoffplatten ausgestattete Leichtpflug des Herstellers Unix Bucher interessant. Dieser wird von der Firma Beutlhauser vertrieben und soll 14.500 Euro kosten. Schürfleisten seien integriert, ein Schneestaubschutz für das Fahrzeug sorge für mehr Sicherheit beim Fahrzeugführer. Die vom Bauhof geforderte Breite des Pfluges von 2,80 Metern werde ebenso erfüllt. Am Ende entschieden sich die Markträte für dieses Angebot.
Zum Stand der Sanierung der Schloßbergkapelle informierte Bürgermeister Geitner, dass die Ergebnisse der Ausschreibung für die archäologische Begleitung im Laufe der nächsten Woche erwartet werden. Für den Winter soll eine Sicherung des Daches vorgenommen werden. Erste ehrenamtliche Riedener Handwerker beginnen demnächst mit der Abfräsung der Putzschichten des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes aus dem Jahr 1776. „Ich rechne das den engagierten Riedener Bürgern hoch an, dass sie sich ehrenamtlich bei der Sanierung unserer Kapelle einbringen wollen“, freute sich der Rathauschef.
Noch im Genehmigungsverfahren
„Wie geht es voran beim Bau des Gebäudes zur Offenen Ganztagesschule?“, wollte Helmut Bauer (Freie Wähler) wissen. Man sei, so Geitner, weiterhin im schulaufsichtsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Da dauere. Auch das Gesundheitsamt müsse die Pläne noch freigeben. Geitner rechnet nach eigener Aussage jedoch nicht mehr damit, dass der Bau im Herbst nächsten Jahres fertig werden wird. „Die Fristen für das Angebot der Offenen Ganztagesschulen ist erst vor Kurzem vom Gesetzgeber verlängert worden“, informierte Geitner die Räte. Positiv sei, dass man mit einer 90-prozentigen Förderung von staatlicher Seite rechnen könne.



















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