14.11.2018 - 12:02 Uhr
RiedenOberpfalz

Musikgenuss "von Freund zu Freund"

"Von Freund zu Freund" heißt ein Stück, das heuer bei keinem Blasmusik-Konzert fehlen darf. Auch nicht bei der Blaskapelle St. Georg. Das Orchester gratuliert sich damit selbst zum 30-jährigen Bestehen.

von Hubert SöllnerProfil

Im Schlepptau der Trachten- und Heimat-Renaissance hat auch die traditionelle Blasmusik zu einem neuen Höhenflug angesetzt. Stücke wie der "Böhmische Traum" haben sogar auf den Kirchweihen in der Region Kult-Status erreicht.

In diesem Jahr ist ein neues Stück hinzugekommen. Es hießt "Von Freund zu Freund" und stammt aus der Feder des erst 30 Jahre alten Komponisten Martin Scharnagl aus Kössen in Tirol. Es war eines der Stücke, mit dem die Blaskapelle St. Georg bei ihrem Jubiläumskonzert glänzte.

Wie auf der Promenade

Eine wunderschöne, schlichte Einleitung, rhythmische Passagen und lyrische Triomelodien im Cantabile zeichnen diese Polka aus, die von Sophie Rüth und David Meier als Solisten vorgetragen wurde. Die Mehrzweckhalle war rappelvoll, als die Dirigenten Miroslaw Zgrzendek und Andreas Sächerl ihre Taktstöcke hoben. Vorsitzender Sebastian Zach hatte die Gäste zuvor begrüßt. Sächerl brachte beim "Midway March" von John Williams das Orchester gleich auf Touren. Weiter ging es mit der dramatischen Komposition "Irish Castle" des Komponisten Markus Götz. Um einen musikalischen Ausflug handelte es sich beim Stück "Urlaub am Bodensee" von Franz Walz. Karin Kopf und Maria Kagerer brillierten dabei mit ihren Tenorhörnern mit schwingend-weichen Seepromenaden-Klängen.

Ein Hauptbestandteil des Marschs "Der alte Dessauer" von Alwin Franz sind seine ausgefeilten Trompetensoli. Miroslaw Zgrzendek, Peter Kagerer und Sophie Rüth "duellierten" sich dabei sehr zum Vergnügen der Zuhörer mit ihren Instrumenten. Bei Kurt Gäbles "Celtic Flutes" - hier übernahm Zgrzendek - die Stabführung, durften die jungen Querflötistinnen Emma Färber und Evelyn Kryschak ihr Können zeigen. Mit dem Soundtrack des von John Powell zum 2010 erschienenen Film "How to drain your dragon" entließen die Musiker das Publikum zu "einem Gläschen Sekt und leckeren Appetithappen" in die Pause.

Mit Michael Jackson

Der zweite Teil des Benefizkonzerts begann mit "Samba Tequila" des Komponisten Willi März, dem Elvis Presleys "Cup Song" (Can't help falling in love) mit Sängerin Ines Gauer und Cornelia Fischer an der Gitarre folgte. Vor über 25 Jahren komponierte der King of Pop, Michel Jackson, "Heal the World", ein Lied das davon handelt, die Welt zu einem besseren Ort zu machen - vor allem für die Kinder und Kindeskinder.

Bei "Saxophoning", komponiert von Luigi di Ghisallo, standen die Saxofone im Vordergrund. Als Solisten wirkten Lisa Nemeth, Lea Gauer, Ellena Haas, Ellen Frohmader, Chiara Wolf, Anja Hofauer und Elias Beerschneider mit. Mit einem Medley aus kraftvollen Soundtracks des Musikfilms "The Greatest Showman" rundete das Orchester das Programm ab, kam jedoch ohne Zugaben nicht von der Bühne. Mit "The Sound of Silence" des US-amerikanischen Duos Simon & Garfunkel schloss zu später Stunde ein Konzertabend, der den Zuhörern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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