Rieden
07.12.2025 - 13:35 Uhr
OnetzPlus

Privater Investor wird Neubaugebiet in Rieden erschließen

Brückensanierung, Offene Ganztagesschule und der Aufstellungsbeschluss zum Neubaugebiet "An der Thanheimer Straße" waren Kernthemen der letzten Sitzung des Riedener Marktrates in diesem Jahr.

Blick vom Kindergarten St. Georg Richtung Rieden. In diesem Bereich angrenzend an die KiTa soll ein Neubaugebiet mit 22 Parzellen entstehen. Bild: mrr
Blick vom Kindergarten St. Georg Richtung Rieden. In diesem Bereich angrenzend an die KiTa soll ein Neubaugebiet mit 22 Parzellen entstehen.

Für Bauinteressierte fällte der Riedener Marktrat eine wichtige Entscheidung. Rieden soll ein neues Wohnbaugebiet bekommen. Im Umfeld vom Kindergarten St. Georg soll das Baugebiet entstehen. Deshalb fällte der Marktrat den Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung zum geplanten Neubaugebiet „An der Thanheimer Straße“. „Wir haben diese Fläche an einen privaten Investor verkauft, der diese komplett erschließen will. Damit die Erschließungsplanung möglich ist, brauchen wir einen formellen Aufstellungsbeschluss“, erklärte Bürgermeister Erwin Geitner. Der aktuelle Planungsstand für das knapp 1,5 Hektar große Baugebiet sieht 22 Parzellen vor.

Zwei Brücken müssen saniert werden

Ein großes Thema im kommenden Jahr, nicht nur für den Riedener Haushalt, sondern auch für die Bürger, wird die Sanierung der Ortsbrücke Rieden sein. Heuer stellten Fachleute bei der Brückenbauwerksprüfung dringend sanierungsbedürftige Schäden fest. Nun vergab das Ratsgremium die Ingenieursdienstleistungen. Die beiden Honorarangebote beliefen sich auf brutto 119.853 Euro sowie 48.929 Euro. Der deutliche Unterschied sorgte für einige Nachfragen und überraschte Gesichter. Miroslaw Zgrzendek fragte, wie so deutliche Unterschiede möglich sind. „Aufschläge bei speziellen Leistungen in den Angeboten etwa“, meinte Bürgermeister Geitner. Die Wahl fiel hier nicht schwer, entschied man sich doch für das niedrigste Angebot, welches von der Firma Preihsl und Schwan abgegeben wurde. Ebenso wurden an das gleiche Büro für 11.454 Euro die Ingenieursleistungen für die Erneuerung des Fahrbahnbelags der Vilshofener Ortsbrücke vergeben. Die Entscheidung zu dieser Brücke beinhaltet jedoch den Vorbehalt der Finanzierbarkeit. Diese ist in einem deutlich besseren Zustand als ihre Riedener Schwester, jedoch verträgt die Oberfläche durchaus einen neuen Belag. Zur Brückensanierung gibt es Aussicht auf eine ordentliche Förderung durch den Freistaat Bayern für besondere Bedarfe. Man wolle auf jeden Fall dafür sorgen, dass in der Zeit einer Brückensperrung ein Fußgängerübergang möglich ist.

OGTS wird großzügig gefördert

Ein Bauantrag auf Errichtung eines größeren Balkons an einem Wohnanwesen im Riedener St.-Georgs-Platz fand ebenfalls die Zustimmung des Gremiums. Bei der geplanten Offenen Ganztagesschule als Anbau der Riedener Grundschule geht es einen Schritt weiter. Nun ist die schulaufsichtsrechtliche Genehmigung der Regierung der Oberpfalz im Rathaus eingegangen. Die Baupläne können an das Landratsamt weitergeleitet werden. Stolz zeigte sich Geitner, dass bei geschätzten Gesamtkosten von 2,9 Millionen Euro voraussichtlich nur ein Eigenanteil von unter 12 Prozent der Kosten auf die Gemeinde fällt. Unter Vorbehalt wurde laut dem Bürgermeister die Fördersumme von knapp 2,6 Millionen Euro bereits zugesagt. „Wir sollten vorankommen und deshalb macht ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn Sinn“, erklärte Geitner. Hier kam deutliche Zustimmung aus dem Ratsgremium und so wurde der entsprechende Antrag befürwortet. Höchst erfreulich sei es für den Markt, dass mittlerweile 12.000 Euro an Spenden von Privatleuten für die Sanierung der Schloßbergkapelle zusammengekommen sind. „Da sieht man, wie sehr unsere Schloßbergkapelle den Einwohnern am Herzen liegt“, freute sich der Rathauschef. Er schob ein Lob an den Riedener Heimatverein nach, dass dieser erneut einen Christbaum neben der Kapelle aufgestellt hat.

Ohne Schulden geht es nicht

Der Wermutstropfen in der Sitzung: Ohne neue Schulden wird man nicht auskommen. So muss der Markt Rieden 500.000 Euro an frischem Geld aufnehmen. Zwar würde laut Bürgermeister Geitner das Zahlenwerk der Kommune für 2025 ohne Schulden auskommen. Im Januar warten aber schon größere Ausgaben, weshalb man sich jetzt für die Kreditaufnahme entschloss. Bei vier Kreditinstituten fragte die Gemeinde an, letztlich gaben die Sparkasse Amberg-Sulzbach und die Raiffeisenbank Unteres Vilstal Angebote ab. Minimal war der Unterschied an den Zinshöhen, für den etwas günstigeren Kredit mit 2,54 Prozent nominal von der Raiffeisenbank entschied sich der Marktgemeinderat.

Zgrzendek folgt auf Kraus

Der neue Marktrat Miroslaw Zgrzendek tritt nicht nur im Rat in die Fußstapfen von Marga Kraus, auch die Ausschussposten, welche Kraus innehatte, übernimmt der 43-Jährige. So agiert Zgrzendek ab sofort unter anderem als Ausschussmitglied im Personalausschuss des Gemeinderates.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.