Rieden
19.06.2022 - 16:24 Uhr

Riedener pilgern zum 319. Mal zum Habsberg

Der Reisesegen von Pfarrer Slawomir Niemczewski hat geholfen. Die 319. Wallfahrt der Riedener zum Habsberg war begleitet von einem Sonne-Wolken-Mix. Eine gewisse Kondition war jedoch gefragt, denn die gut 30 Kilometer lange Strecke von Rieden unter anderem über Egelsheim und Ransbach war ein Kraftakt. In Rieden bei der Kirche Mariä Himmelfahrt ging es nach einem gemeinsamen Gebet um 7.30 Uhr los. Die Riedener Wallfahrer waren mit einem starken Durchhaltewillen und einem festen Glauben ausgestattet und so erreichten alle sicher das Ziel im Landkreis Neumarkt. Seit dem Jahr 1704 findet die Wallfahrt der Riedener auf den Habsberg zum Marienheiligtum „Maria – Heil der Kranken“ statt und ist damit die älteste bestehende Wallfahrt auf den Habsberg. Wem es dennoch zu anstrengend war, den ganzen „Kreuzgang“ zu Fuß zu gehen, konnte mit dem Begleitbus von der Firma Bayer Busreisen einen Teil der Strecke auf vier Rädern fortsetzen. Das sechs Kilogramm schwere Wallfahrtskreuz wurde abwechselnd von Georg Müllner und David Breitkopf getragen, den Lautsprecher hatte Heribert Bräutigam übernommen.

Zwischendurch wurde in Ransbach in der Halle der Familie Winter eine Pause eingelegt. Die Feuerwehr Rieden hatte einen Toilettenwagen aufgebaut. Außerdem wurden warme Wienersemmeln und Getränke bereitgestellt. Die Familie Kotz bot Kaffee, Kuchen und Torten an.

Frisch gestärkt pilgerten die Teilnehmer weiter durch das Lauterachtal. Vorgebetet wurde von Hubert Fischer und Andreas Fischer. Nach der Ankunft verweilten die Gläubigen in der Gnadenkapelle bei einer Andacht, die Josef Weinfurtner und Hubert Fischer gestaltet hatten. Das Wallfahrtsamt wurde mit Pfarrer Dr. Elmar Spöttle gefeiert und von der Riedener Blaskapelle St. Georg musikalisch umrahmt. „Es ist immer wieder ein wunderschönes Erlebnis den kräftezehrenden Weg auf den Habsberg geschafft zu haben mit der Gemeinschaft der Riedener Wallfahrer“, so Wallfahrtsleiter Josef Weinfurtner. Mit 74 Jahren waren Anna Graf und Georg Reindl die ältesten Teilnehmer dieser Wallfahrt. Der achtjährige Philipp Müllner war als jüngster Pilger mit dabei. Ein herzliches „Vergelts Gott“ von Weinfurtner ging an die vielen Helfer, die sich um die Pilger gekümmert hatten. Da es keine Rückwanderung mehr am Sonntagmorgen nach Rieden gibt, wurden die Wallfahrer mit Fahrzeugen am Samstagabend ins Vilstal zurückgebracht.

 
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