Rieden
29.04.2019 - 15:07 Uhr

Riedner Gesangverein Liederkranz: Keine öffentlichen Auftritte mehr

Seit knapp 100 Jahren gibt es den Riedener Gesangvereins Liederkranz. Doch die Zeiten waren schon mal besser: Der Verein kämpft mit mit Überalterung und ausbleibendem Nachwuchs.

Der Gesangverein Liederkranz Rieden bei einem seiner ersten Auftritte 1921 in Hohenburg.  Repro Archiv Gesangverein. Bild: sön
Der Gesangverein Liederkranz Rieden bei einem seiner ersten Auftritte 1921 in Hohenburg.  Repro Archiv Gesangverein.

Bei der Jahreshauptversammlung des Gesangvereins Liederkranz Rieden gab Vorsitzender Johann Weigert im Vereinslokal Löwenwirt einen Kurzbericht über das Vereinsgeschehen im vergangenen Jahr. Er gedachte mit einer Schweigeminute der verstorbenen Mitglieder.

Aus den Reihen der Sänger waren zwei aktive und vier passive Mitglieder verstorben. Darunter der langjährige Chorleiter Josef Söllner, der von 1977 bis 1999 Chorleiterstellvertreter und seit 1999 bis zu seinem Tod als Chorleiter tätig war. Sein plötzlicher Tod habe zu großer Bestürzung geführt und eine nicht zu schließende Lücke im Riedener Männerchor hinterlassen.

Auch die Überalterung des Vereins und ausbleibender Nachwuchs habe dazu geführt, dass ein geordneter Probenbetrieb und öffentliche Auftritte des Chores nicht mehr möglich sind. Dieser Tatsache müsse man leider ins Auge sehen, erklärte der Vorsitzende. Die Versammlung beschloss, ab dem Vereinsjahr 2019 keine Mitgliedsbeiträge mehr abzubuchen. Der Verein Liederkranz als solcher bleibt jedoch bestehen.

Vereinskassier Xaver Riepl konnte einen zufriedenstellenden Kassenbericht vortragen. Kassenprüfer Herbert Scharl und Hubert Fischer bescheinigten einwandfreie Kassenführung, einstimmig erfolgte die Entlastung.

Die Vorstandschaft ist schon mehrere Jahre im Amt und wurde erneut einstimmig bestätigt. Bürgermeister Erwin Geitner sprach sein Bedauern im Hinblick auf die fehlende Sangestätigkeit des Männerchores aus. Es wurde in der Runde beschlossen, die Gemeinschaft in Form von monatlichen Zusammenkünften zu pflegen und die traditionellen Vereinsfeiern beizubehalten. Bei Beerdigungen von passiven Mitgliedern erfolgt künftig keine Grabansprache mehr, Messstipendien für Verstorbene werden jedoch weiter beibehalten. 2021 wird der Verein 100 Jahre alt.

 
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