Zum geplanten Solarpark in Öd bei Kreuth westlich von Rieden (Landkreis Amberg-Sulzbach) stimmte der Marktgemeinderat jetzt den Änderungen im vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu. Diese waren nach Stellungnahmen etlicher Fachstellen wie dem Landratsamt als Untere Naturschutzbehörde nötig geworden. Dies war das Ergebnis der ersten von zwei Fachstellenbeteiligungen. Nach der Sitzung und den vom Marktrat beschlossenen Planänderungen müssen die Fachstellen dazu ein weiteres Mal angehört werden.
Der Großteil der Stellungnahmen in der ersten Anhörung kam ohne Änderungsvorschläge der Behörden und Organisationen aus. Üblicherweise muss bei solchen Bauvorhaben ein artenschutzrechtliches Gutachten erstellt werden. Dieses ist mittlerweile abgeschlossen und wurde in der Sitzung besprochen. Bei der Begutachtung der Flächen wurden Brutpaare der Feldlerche, einer streng geschützten heimischen Vogelart entdeckt. Aktuell ist die knapp 17 Hektar große Fläche landwirtschaftlich genutzt. Außerdem wird vermutet, dass der Wachtelkönig, eine weitere geschützte Vogelart, dort brütet. Beide Arten sind Bodenbrüter.
Es geht um Tierschutz
Damit der Solarpark verwirklicht werden kann, muss der Vorhabensträger, die Firma Solarpark 24 aus Karlsruhe, sogenannte „CEF“-Maßnahmen ergreifen. Diese dienen dem dauerhaften Erhalt der ökologischen Funktion und damit dem Schutz der Tiere. So lautet eine Änderung im Bebauungsplan, dass für den Erhalt dieser Vogelarten eine Schutzzone eingerichtet wird. Weiter sind Blühflächen vorgesehen.
Der Vorhabensträger hat sich seinerseits die Option offen gehalten, die Ausrichtung der Module zu ändern – von einer Südwest-Ausrichtung auf eine Aufstellweise ähnlich einem Satteldach auf West-Ost: Dies sei für die Netzauslastung auf Dauer günstiger. Allen Änderungspunkten, die nicht wesentlich in den Bebauungsplan eingreifen, stimmte der Marktgemeinderat zu. Nun geht es für den Bebauungsplan mit Grünordnung und Flächennutzungsplan in die zweite Beteiligungsrunde der Fachstellen, die zu den jetzt beschlossenen Änderungen gehört werden müssen.
Marktrat Josef Spies geehrt
Geehrt wurde in der Sitzung Marktrat Josef Spies (SPD) für seine zehnjährige ehrenamtliche Tätigkeit in dem Gremium. Der Vilshofener ist Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss und beim Aufsichtsgremium des Zweckverbandes Abwasser Unteres Vilstal, dazu noch Stellvertreter in weiteren Ausschüssen. Bis 2020 war Spies außerdem Mitglied im Grundstücks-, Bau und Umweltausschuss. „Ich schätze dich sehr als Gemeinderatsmitglied. Du hast immer mit dem Kopf angeschoben“, würdigte Geitner seinen Kollegen. Er überreichte Spies die Ehrenurkunde des Marktes Rieden für die kommunalpolitische Tätigkeit.
Die Stromausschreibung ab 2026 war ebenfalls Thema der Sitzung. Hierfür gibt es fachliche Unterstützung bei der Ausschreibung. Diese wurde nach einer Diskussion im Marktgemeinderat der Firma „eN-Portal“ für 1.590 Euro zugewiesen. „Wir benötigen für unsere gemeindlichen Liegenschaften unterschiedlichster Art rund eine halbe Million Kilowattstunden an Strom im Jahr“, erklärte dazu Bürgermeister Erwin Geitner.
Zwei Events fordern Park-Ideen
Im nächsten Tagesordnungspunkt informierte Geschäftsleiterin Sabine Müller über die erwartete Verkehrs- und Parksituation am 17. Mai in Rieden. An diesem Tag finden zwei Großveranstaltungen in der Marktgemeinde statt. Zum einen veranstaltet der 1. FC Rieden das fünfte Entenrennen zugunsten eines inklusiven Mehrgenerationenspielplatzes. Weiter feiert auf dem Gelände des 1. FC Rieden die R+V-Versicherungsgruppe das Fest „HerzMomente“ für gelebte Inklusion. Der Fussballclub Rieden ist hier Gastgeber. Am Abend soll zudem auf dem Gelände an der Badstraße in einem großen Festzelt für geladene Gäste ein Abend der Versicherungsgruppe stattfinden.
„Da am Samstag, 17. Mai, das Riedener Freibad vermutlich schon geöffnet haben wird, sind Zufahrts- und besondere Parkregelungen notwendig“, erklärte Müller. Das Veranstaltungsgelände am Ende der Badstraße, auf dem alljährlich die Riedener Kirwa stattfindet, wird am 17. Mai umzäunt sein. Die Gäste der Abendveranstaltung parken in Kreuth und werden mit Shuttlebussen über die Gemeindeverbindungsstraße nach Rieden zum Festgelände gebracht. „Dies ist so vom Veranstalter gewünscht und geschieht auf dessen Kosten“, erklärte Müller.
Helmut Bauer erkundigte sich unter dem Punkt „Wünsche und Anträge“ über den Sachstand zu den Duschen im Freibad. Hier konnte Bürgermeister Erwin Geitner vermelden, dass man sich für das Angebot der Firma Haustechnik Hollweck entschieden habe. Die neuen Durchlauferhitzer und die Wasserenthärtungsanlage würden in der kommenden Woche eingebaut.















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