25.02.2020 - 15:04 Uhr
RiedenOberpfalz

SPD-Wahlkampf ohne Plastik-Müll

Die Genossen in Rieden-Vilshofen verzichten auf Wegwerf-Artikel und spenden lieber. Ihr Bürgermeister-Kandidat Gerhard Schnabel plädiert für langfristig vorausschauende Planung in der Gemeinde.

Bürgermeisterkandidat Gerhard Schnabel (Zweiter von links) mit (von links) Josef Hollweck, Ortsvorsitzendem Georg Söldner und Marktgemeinderat Josef Spies.
von Hubert SöllnerProfil

Ziel der Rieden-Vilshofener SPD ist es, die Kommune mitzugestalten und im Marktgemeinderat ein zusätzliches Mandat zu erringen. "Und das mit einem Wahlkampf ohne Plastikfeuerzeuge oder -Kugelschreiber, ohne Umwelt-Müll", betonte Bürgermeister-Kandidat Gerhard Schnabel bei einer Wahlversammlung im Gasthof Zum Bärenwirt. Der eingesparte Betrag werde für soziale Zwecke gespendet, kündigte Schnabel an.

Hauptthema: Das Freibad

In der Diskussion war das Hauptthema die Sanierung des Freibads. Schnabel sagte dazu, vor Jahren hätten CSU-Granden eine Förderung versprochen - aber im Haushaltsausschuss habe die CSU dagegen gestimmt. Nun werde die Badsanierung durch ein Bundesprogramm gefördert, das bereits 2015 in Verantwortung der damaligen Bundesministerin Barbara Hendricks (SPD) ausgearbeitet wurde. Die SPD-Fraktion habe im Riedener Marktgemeinderat in der November-Sitzung 2018 dafür gestimmt, Fördermittel abzuwarten. Sie habe aber auch ein Vorziehen der Planung verlangt.

Den Tourismus aber auch den Einzelhandel in der Marktgemeinde zu stärken, sei ihm ein Anliegen, betonte Bürgermeisterkandidat Gerhard Schnabel.

Bürgermeister muss Förderung nutzen

Wichtig sei es ihm, die Gemeinde lebenswert für Jung und Alt zu gestalten, betonte Schnabel. Dazu müsse man langfristig vorausdenken, "und dabei ist es Pflichtaufgabe eines Bürgermeisters, Fördermittel und Zuschüsse auszuschöpfen". Spielplätze müssten den Standards entsprechen und auch für Unter-Dreijährige geeignet sein. Für Jugendliche, die sich nicht in Vereinen engagieren wollten, müsse ein Treffpunkt geschaffen werden. Senioren- aber auch familiengerechte Baugebiete müssten angeboten werden, versorgt mit nachhaltiger Energie. So würden auch Handwerk und Einzelhandel gestärkt. Damit der Nachwuchs nicht abwandere, müssten Jungunternehmer durch Gewerbegebiete eine Chance zu Ansiedlung und Neugründung haben.

Eine Null-Pro-Kopf-Verschuldung höre sich gut an, betonten die Marktgemeinderäte Evi Teich und Josef Spies, "aber große Projekte mit hohem Finanzaufwand stehen vor uns". Deshalb habe auch Josef Hollweck recht, der sage, "Kanäle und Wasserleitungen sieht man nicht - aber man muss vorausschauend planen und sie auch auswechseln".

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