11.08.2019 - 13:24 Uhr
RiedenOberpfalz

Vilstalfest und Kirwa: Rieden lässt's krachen

Die Riedener wissen, wie man feiert. Das bewiesen sie beim 48. Vilstalfest, verknüpft mit der 18. Kirwa. Und wenn Profis am Werk sind, kann sie auch Regen nicht aufhalten.

Herzen mit den Namen der Kirwamoidln und -burschen schmücken einen Kranz am Kirwabaum.
von Hubert SöllnerProfil

So trotzten die Kirwaburschen, unterstützt von kräftigen Mannsbildern aus Ensdorf und Thanheim, am frühen Samstagvormittag beim Aufstellen des 33 Meter langen Kirwabaums den Regenschauern. Ein großer Bagger stand zur Sicherung und Unterstützung für die mehr als 25 Männer bereit, die den Baum mit Goißn in die Höhe hievten.

Armschmalz ist – trotz technischer Unterstützung – beim Aufstellen des Kirwabaums gefordert.

Viel Herz für die Kirwa

Mit weiß-blauen Bändern hatten die Kirwamoidln den Spitzbuschen geschmückt. Drei Kränze flochten sie, den untersten zieren mit den Namen der Kirwapaare versehene Herzen. Bayrische Rauten, das Riedener Wappen, "Rieden 2019" sowie eine Lederhose und einen Masskrug schnitzten die Burschen ein.

Mit Müllsäcken vor dem Regen geschützt, sorgen die Kirwamoidln für flüssige Stärkung.

Baummeister Martin Reiser (Ensdorf) führte das Kommando: "Auf geht's, pack ma' s! Hauruck!" Für flüssige Kraftnahrung in Masskrügen sorgten, gegen den Regen mit Müllbeuteln geschützt, die Moidln. Nach knapp zwei Stunden wurde der Baum verkeilt - fertig.

Mit vereinten Kräften wird der Kirwabaum in die Senkrechte gehievt.

Am Nachmittag schien die Sonne, als sich die örtlichen Vereine mit Fahnenabordnungen am Rathaus zum Kirchenzug zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aufstellten. Nach dem Festgottesdienst fand die traditionelle Bierprobe am Marktplatz statt, begleitet von der Blaskapelle St. Georg unter Stabführung von Miroslaw Zgrzendek mit schmissigen Melodien.

Kirwapaare und Blaskapelle voran ging es nach Bierprobe und Standkonzert zum Festplatz.

Kirwapaare und Blaskapelle voran, ging es dann zum Festplatz. Die Riedener Böllerschützen ließen es dort zum Empfang kräftig krachen. Bürgermeister Erwin Geitner betonte: "Seit 48 Jahren gibt es das Riedener Vilstalfest und seit 18 Jahren wieder die Riedener Kirwa."

In feschen Dirndln, die Burschen in der Ledernen, spielten die Mädchen der Blaskapelle St. Georg unter Leitung von Miroslaw Zgrzendek (rechts) zum Standkonzert und Marsch zum Bierzelt auf.

Montag Festausklang

Festwirt Erhard Richthammer und Jung-Brauereichef Maximilian Winkler freuten sich über ein proppenvolles Festzelt, wünschten "gute Unterhaltung, viel Gaudi und kräftigen Durst." Gemeinsam mit dem Oberkirwapaar 2018, Jana Rogenhofer und Johannes Haas, tranken alle "auf a super guade Kirwa". Dann zogen die Stimmungskanonen der Kirwaband "SaKrisch" musikalisch vom Leder, spielten und sangen "I will nur zruck zu dir," wussten "Mir geh'n no lang niat in's Bett" und forderten "Die Krüge hoch". Die Gäste im Festzelt ließen es sich gut gehen bei Festbier und Schmankerln aus der Küche von Susanne Richthammer. Nach Kirwabärtreiben und Seniorennachmittag wird heute Abend der Kirwabaum verlost und die "Gaudibursch'n" sorgen für Gaudi zum Festausklang.

Die Krüge hoch: Den Riedener Kirwaburschen braucht man das nicht zweimal zu sagen.
Bürgermeister Erwin Geitner (Mitte) stieß Festwirt Erhard Richthammer, Jung-Brauereichef Maximilian Winkler und dem Oberkirwapaar von 2018, Jana Rogenhofer und Johannes Haas (von links), „auf a super guade Kirwa“ an.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.