01.04.2019 - 09:14 Uhr
Riggau bei PressathOberpfalz

Schwarzwild sorgt für Ärger

Deutliche Worte in Bezug auf Effektivität bei der Bejagung des Schwarzwildes im Revier II der Jagdgenossenschaft Riggau findet Jagdvorsteher Johann Reindl. Sogar von „verspieltem Vertrauen“ ist die Rede.

Robert Kellermann, (rechts) seit Ende der 70 iger Jahre Pächter im Jagdbogen I (Riggau) scheidet ab dem 1. April 2019 aus gesundheitlichen Gründen aus. Für ihn ist Horst Murr (links) aus Eschenbach in das Pachtverhältnis eingetreten.
von Autor ISProfil

So wurden zwei Wildschweine im rund 400 Hektar großen Revier erlegt, wie Johann Reindl in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Popp in Altendorf berichtete. In den anderen drei Revieren wurden 58 Schwarzkittel geschossen, was ungefähr den Zahlen der Vorjahre entspreche, meinte der Jagdvorsteher.

Die Bejagung der Wildschweine und die damit verbundene „Mehrarbeit“ der Jäger zog sich weiterhin wie ein roter Faden durch die Jahreshauptversammlung. Nach einem Totengedenken für die verstorbenen Mitglieder Karl Lang und Norbert Höfer erinnerte der Vorsitzende an acht Vorstandssitzungen, in denen es hauptsächlich um die Neugestaltung der Pachtverträge ging. Weiter erinnerte er an die Teilnahme an verschiedenen Hegering-Versammlungen.

Nachdem Schriftführer Gerhard Fuchs bei der Verlesung des letztjährigen Protokolls Zustimmung fand, gingen die vier Pächter der Reviere auf die die Abschusszahlen ein. So erlegten die Jäger im Jagdbogen I (Riggau) 18 Stück Schwarzwild. Dazu kamen noch sechs Füchse und drei Dachse. Beim Rotwild und den Rehen wurden die festgelegten Abschusszahlen eingehalten, betonte Jürgen Schupfner. Unmut kam dagegen auf, als die Zahlen für den Jagdbogen II vorgelegt wurden. Carsten Landgraf gab bekannt, dass die Zahlen für Rotwild und Rehe nicht überschritten worden sind, dass aber nur zwei Wildschweine erlegt wurden.

Für die Reviere III und IV legte Norbert Ferstl die Zahlen vor. Die Zahl von 40 erlegten Schweinen wurden mit Zufriedenheit aufgenommen. Dazu kamen noch Füchse und Enten. Ferstl betonte, dass die Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern hervorragend und stets lösungsorientiert war. Kassier Konrad Neuser legte anschließend die Einnahmen und Ausgaben vor. Die Kassenprüfer Michael Neumann und Thomas Neumann bestätigten seine Ausführungen.

Umfangreich war anschließend die Aussprache über die neuen Jagdpachtverträge. Reindl betonte, dass die neuen Verträge ab 1. April 2020 gelten sollen und eine Laufzeit von zwölf Jahren haben. Eine Abstimmungen zeigte, dass für den Jagdbogen I (Riggau) die bisherigen Pächter wieder den Zuschlag erhielten. Ab April 2020 sind für die Jagdbögen II, III und IV Ferstl Norbert senior und Ferstl Norbert junior zuständig.

Hinsichtlich der Verwendung des Jagdpachtschillings stimmte die Versammlung dem Vorschlag von Leo Käs (Wollau) zu. Dieser hatte beantragt, heuer nichts auszuzahlen, sondern das Geld den Rücklagen zuzuführen. Nach kurzer Debatte wurde dieser Vorschlag bei vier Gegenstimmen eingenommen. Pressaths zweiter Bürgermeister Max Schwärzer freute sich, dass der Jagdpacht wieder für Belange der Jagdgenossen verwendet wird.

Hegeringleiter Albert Butscher ging auf das Verbissgutachten ein und er freute sich, dass wieder ein gemeinsamer Nenner bei den verschiedenen Punkten gefunden wurde. Er lud die Jäger ein, bei der Rama-Dama-Aktion des Landkreises am 13.April wieder mit anzupacken.

Jäger wählen neu:

Unter Leitung von Pressaths Vizebürgermeister Max Schwärzer stand ein Antrag der Pächter des Jagdbogens I (Riggau) auf der Tagesordnung. Die bisherigen Pächter Jürgen Schupfner, Anton Murr und Robert Kellermann hatten beantragt, Robert Kellermann auf den noch laufenden Vertrag aus Alters- und Gesundheitsgründen zu entlassen. Für Kellermann Horst Murr als neuer Mitpächter eingetragen werden. Diesem Antrag entsprachen alle anwesenden Jagdgenossen. Keine großen Veränderungen gab bei der Wahl des Vorstands. Johann Reindl blieb Vorsitzender und wird weiterhin von Karl Plößner (Altendorf) vertreten. Beisitzer wurden Martin Fütterer und Hermann Koller. Das Kassengeschäft obliegt weiterhin Konrad Neuser, Schriftführer bleibt Gerhard Fuchs. Die Kasse prüfen Thomas Neumann und Michael Neumann.

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