Vor der Segnung des neuen Fahrzeugs wurde nach 30 Jahren zuverlässigem Dienst das alte Tragkraftspritzenfahrzeug verabschiedet. Durch eine Wolke aus blauen und roten Nebelschwaden rollte dann am Sonntagnachmittag das hinter Zeltplanen versteckte neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Feuerwehr Riglasreuth zur Fahrzeugsegnung auf den Platz.
Gottes Schutz erbeten
Kommandant Albert Thalhammer begrüßte unter den Gästen neben Pfarrer Arnold Pirner auch Schirmherr Bürgermeister Peter König und Ehrenschirmherr Landrat Wolfgang Lippert sowie den Gemeinderat von Neusorg, die Führungsspitze der Landkreisfeuerwehr und Abordnungen der Vereine. Heimatgeistlicher Arnold Pirner segnete das neue Löschfahrzeug und erbat auch den Schutz Gottes für das Fahrzeug und die Einsatzkräfte. Er stellte sie unter den Schutz des heiligen Florians und wünschte, dass sie immer gesund von den Einsätzen zurückkehren. Mit einem Glas Sekt tauften die Paten Leonie das Löschfahrzeug und Danny die Tragkraftspritze.
"Technisches Gerät kann man kaufen, Feuerwehrleute muss man gewinnen", stellte Bürgermeister Peter König in seinem Grußwort heraus. Er betonte, der ehrenamtliche Dienst verdiene höchste Anerkennung, gebe er doch allen ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Der Wahlspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" werde in diesen Tagen besonders vollzogen.
Blick auf die Anfänge
König erinnerte zurück an die ersten Planungen für die Beschaffung eines Wasser mitführenden Tragkraftspritzenfahrzeugs. Hier dankte er auch Katrin Bayer von der Verwaltungsgemeinschaft, die mit viel Fachkompetenz mithalf die Beschaffung reibungslos über die Bühne gehen zu lassen. Im vergangenen Jahr sei dann der Auftrag für die Tragkraftspritze TS an die Firma Ludwig Feuerschutz vergeben worden. Kurz danach erhielten die österreichische Firma Walser den Auftrag für Fahrgestell und Aufbau und die Firma Ziegler aus Giengen an der Brenz den Zuschlag für die Beladung.
Die Kosten bezifferte der Bürgermeister auf rund 210 000 Euro bei einer Bezuschussung von 43 600 Euro. 5 000 Euro habe die Feuerwehr aus der Vereinskasse zur Anschaffung beigesteuert. König bedankte sich abschließend bei allen und wünschte den Einsatzkräften stets eine glückliche Heimkehr.
Mit der Anschaffung des Fahrzeugs sei der Landkreis sicherer geworden, erklärte Landrat Wolfgang Lippert. Er sprach von einer schon fast theatralischen Verabschiedungszeremonie für das alte Fahrzeug und der spektakulären Ankunft des neuen TSF W. Lippert beglückwünschte die Feuerwehr Riglasreuth auch zum 140-jährigen Bestehen. Sein Dank galt auch Bürgermeister König und dem Gemeinderat für die Aufgeschlossenheit. Der Landrat überreichte dem Kommandanten einen Scheck über 1 000 Euro und erklärte zudem, dass sich das Feuerwehrwesen verändert habe, aber die Kameradschaft sei die gleiche geblieben.
Den Schlüssel für das neue Fahrzeug übergab symbolisch Thomas Matthes als Vertreter der Firma Walser an Bürgermeister Peter König. Dieser reichte ihn umgehend an Kommandant Albert Thalhammer weiter.
Für Atemschutz wichtig
In Riglasreuth befinde sich nun das vierte TSF W im Landkreis", betonte Kreisbrandrat Andreas Wührl. Damit sei die Feuerwehr Riglasreuth nun auch für selbstständige Innenangriffe mit Atemschutz gerüstet. Er überbrachte die Glückwünsche an den Jubelverein und dankte der Regierung der Oberpfalz für die finanzielle Förderung. Sein Dank galt auch Vorsitzenden Matthias Heindl und Kommandant Albert Thalhammer von der Feuerwehr für ihre Bemühungen zur Ersatzbeschaffung. Er wünschte der Wehr alles Gute mit dem neuen Fahrzeug und eine sichere Rückkehr von Einsätzen.
Alexander Heining von der Patenfeuerwehr Lochau erklärte bei seiner Rede, dass das 140-jährige Bestehen Anlass zum Feiern biete. Er dankte den Riglasreuther Floriansjüngern für die Jahrzehnte lange gute Zusammenarbeit und wünschte stets unfallfreies Heimkommen.

















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