Röckenricht bei Neukirchen
17.06.2026 - 15:57 Uhr

Flurneuordnung Röckenricht setzt auf Artenvielfalt

In Röckenricht werden im Rahmen der Flurneuordnung Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt umgesetzt. Eine Obstbaumreihe und naturnahe Weideflächen sind Teil des Projekts.

Die Flurneuordnung in Röckenricht fördert Artenvielfalt. Die Beteiligten freuen sich über die neue Informationstafel zur Beweidung auf einer neu gestalteten Fläche. Bild: Marianne Badura, ALE Oberpfalz
Die Flurneuordnung in Röckenricht fördert Artenvielfalt. Die Beteiligten freuen sich über die neue Informationstafel zur Beweidung auf einer neu gestalteten Fläche.

Im Flurneuordnungsverfahren Röckenricht, das zur Gemeinde Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach gehört, werden neue Wege für die Landwirtschaft gebaut und Projekte zur Förderung der Artenvielfalt umgesetzt. Das teilte das Amt für Ländliche Entwicklung mit. Ein zentrales Element ist demnach das Pflanzen einer Obstbaumreihe entlang der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Lockenricht und Röckenricht. Diese Maßnahme sei auf einer extensiv genutzten Weidefläche für Ziegen und Pferde realisiert worden, die besonders artenreich ist, heißt es in der Mitteilung. Dort finden viele Tagfalter, Heuschrecken und Wildbienen reichlich Nahrung.

Naturnahe Strukturen

Bewirtschafterin Bärbel Rüb hat in Absprache mit dem Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach die Weidefläche mit Strukturen aus Totholz, großen Feldsteinen und einzelnen Gehölzen gestaltet. Diese bieten nicht nur den neugierigen Ziegen Abwechslung, sondern auch wertvollen Lebensraum für viele Vogelarten und Reptilien. Zusammen mit der Obstbaumreihe entsteht eine ökologische Verbindungslinie zur nahegelegenen Waldfläche.

All dies wird auf einer neuen Infotafel näher erläutert. Aus ökologischer Sicht sei es wichtig, mit Rainen, Hecken und Baumreihen in der Feldflur Verbindungen zwischen ökologisch wertvollen Strukturen zu schaffen, um so den Biotopverbund zu verbessern, heißt es in der Mitteilung. Naturnahe Weideflächen mit ihrer Insektenvielfalt bieten zudem wertvolle Nahrungsflächen für Fledermäuse, die es im Naturraum des Oberpfälzer Jura mit seinen zahlreichen Höhlen noch gibt.

Samen auf neue Fläche

Im vergangenen Jahr wurde im Gebiet der Flurneuordnung auch eine „Mähgutübertragung“ vorgenommen: Dabei wurde Mähgut von einer nahegelegenen, artenreichen Wiese auf den Waldsaum entlang des neu gebauten Weges ausgebracht. Auf diese Weise werden Samen möglichst vieler heimischer Kräuter und Gräser auf die neue Fläche gebracht und schnell wertvolle Lebensräume für die heimische Flora und Fauna entwickelt. Landwirt Reinhard Pickelmann und Reinhard Frank, Fachwirt beim Verband für Ländliche Entwicklung, nahmen die Arbeiten gemeinsam und mit sehr viel Engagement vor.

Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.

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