Rothenstadt/Weiden in der Oberpfalz
09.10.2018 - 14:50 Uhr

Ehrenamt wird nicht genug gewürdigt

"Der Staat spart 50 Milliarden Euro jährlich durch ehrenamtliche Arbeit in Deutschland." Doch die Anerkennung durch die Politik sei mmer noch mäßig, kritisiert VdK-Kreisvorsitzender Josef Rewitzer.

Der VdK Rothenstadt, Pirk, Schirmitz und Etzenricht mit Vorsitzendem Karl Stöckl (stehend Dritter von rechts) ehrt langjährige Mitglieder. Wolfgang Hahn (rechts) referiert zu Pflege und Schwerbehinderung. Bild: Dobmeier
Der VdK Rothenstadt, Pirk, Schirmitz und Etzenricht mit Vorsitzendem Karl Stöckl (stehend Dritter von rechts) ehrt langjährige Mitglieder. Wolfgang Hahn (rechts) referiert zu Pflege und Schwerbehinderung.

534 Mitglieder bilden die starke Gemeinschaft des VdK Rothenstadt, Pirk, Schirmitz und Etzenricht, wie Vorsitzender Karl Stöckl bei der Jahreshauptversammlung im katholischen Pfarrheim St. Marien in Rothenstadt verkündete. Höhepunkte des Vereinsjahres waren die Muttertags- und Weihnachtsfeier. Die Kasse läuft in geordneten Bahnen.

VdK-Kreisvorsitzender Josef Rewitzer forderte von der Politik mehr Unterstützung für den Baustein Ehrenamt. Es genüge nicht die Ehrenamtskarte mit ermäßigtem Eintritt in Schloss Neuschwanstein, sondern es müssten sinnvollere Vergünstigungen beispielsweise für Museen und Freibäder als Bonus für die ehrenamtlich Tätigen geben. Er dankte der Vorstandschaft mit Kapitän Karl Stöckl und den Mitgliedern für die geleistete Arbeit im VdK. „Es sei nicht fair“, beklagte Rewitzer, dass er von Ilse Aigner aus dem Ministerium keine Antwort zum Ausbau eines barrierefreien Bahnhofes in Weiden erhielt. Rewitzer sprach die Armutsgefährdung von Kindern und Rentnern an.

Verwaltungsbeamter a. D. Wolfgang Hahn aus Amberg referierte zu sozialen Rechten und Pflege. Hierzu zählte er den Antrag an die Pflegekasse, die den Krankenkassen angegliedert sind, um Pflegegeld zu beantragen. „Wir sind hier keine Bittsteller, sondern Antragsteller im Notfall. Es muss eine sachgerechte Entscheidung für die Einstufung der fünf Pflegegrade gefunden werden. Körperliche, geistige und seelische Zustände fließen hier ein. Eine hohe Gewichtung habe hierbei die mögliche Selbstversorgung mit 40 von 100 Bewertungspunkten. Der Betroffene sollte nichts beschönigen. Eine Leistungsgewährung beginnt ab 27 Punkten mit Pflegegrad 2 und endet über 90 Punkten mit Pflegegrad 5. Gewährte Pflegesachleistungen würden mit der Pflegekasse abgerechnet. Wichtig sei der Nachweis durch ärztliche Befunde, so Hahn.

Das Schwerbehindertenrecht sei ein Nachteilsausgleich bei körperlicher und seelischer Beeinträchtigung, der dem Behinderten zusteht. Im Antrag an das Versorgungsamt müsse auch stehen, welches Merkzeichen beantragt wird. Der Referent empfahl die Broschüre „Wegweiser für Menschen mit Behinderung“, der in allen Kommunen erhältlich ist.

Geehrte im VdK:

Im Anschluss standen einige Ehrungen an. "Etwas Besonderes", sagte der Kreisvorsitzende, „stellen die langjährigen Mitglieder doch die Säulen des VdK dar“. Ehrennadeln und Urkunden erhielten: 30 Jahre: Franz Weinhart, Adolf Kick und Georg Stahl; 25 Jahre: Anton Fröhlich, Anna Hagn; 20 Jahre: Wilhelm Meier, Margarete Lehner, Werner Faget, Christine Stöckl, Dieter Kurz, Alfred Haas, Christine Beutner, Ludwig und Rosemarie Zaruba, Elisabeth Dotzler-Antony, Ingeborg Merkl, Ingrid Riebl; 15 Jahre: Ernst Wamser, Gabriele Friedrich, Karl Zeiler, Andrea Schwarzmeier, Gerhard Meier, Reinhard Karl, Inge Marschalek, Ingeborg Faltenbacher, Josef Filchner, Wolfgang Beer, Heidi Braun, Franz Meier, Erich Hammer, Stefan Zobler; 10 Jahre: Birgit Schmidt, Olga Schieder, Karl und Therese Schmidt, Melanie Seifert, Helene Stieber, Martha Forchhammer, Heike Stablo-Zepp, Martina Liebl, Stefan Müller, Melanie Dotzler, Josef Kick, Werner Härtel, Gabriele Götz, Reinhold Spitzkopf, Petra Nößner, Maria-Magdalena Spitzkopf, Klaus Längerich, Johann Bauer, Jana Hermus, Johann Wunder, Karl-Heinz Höcker, Resi Seibert, Christine Gebhardt, Alois Frank, Gabriele Wimmer, Irmgard Argauer, Renate Klöckner, Frank Liebl, Sabine Eberl und Manuela Maier. (rdo)

 
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