Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler ein Netzwerker im Auftrag des Herrn

Viele Sympathiebekundungen und die besten Wünsche für den (Un-)Ruhestand von allen Seiten gab es für den evangelischen Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler und seine Familie zum Abschied nach 21 Jahren in Weiden.

Dekan Dr. Wenrich Slenczka nahm die Entpflichtung von Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler aus dem Priesteramt vor.
von Autor rdoProfil

„Er weicht Belastungen nicht aus, sondern trägt sie im Geiste Gottes mit“, zitierte Dekan Dr. Wenrich Slenczka aus der Personalakte beim Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler. „Wo ist die Bremse auf die man treten muss?“, stellte der Dekan die Frage an die vielen Gäste, die der Familie Pauckstadt-Künkler im Innenhof des Brunnerhofes in Neubau einen würdigen Rahmen für die gemeinsame Zeit bereiteten.

Dem Gottesdienst wohnten viele Geistliche und zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft bei. „Ich freue mich, dass mich so viele auf dem Weg in die neue Lebenssituation begleiten“, sagte der scheidende Pfarrer. "Es war für unsere Patchwork-Familie eine Freude hier zu arbeiten und zu wohnen im Pfarrhaus." Er habe die Aufgabe der Glaubensvermittlung als Pfarrer mit der Kirchengemeinde immer ernst genommen und in guter Ökumene zusammengelebt. Er dankte der Kirchenverwaltung für den Rückhalt bei der Gewährung von Kirchenasyl für Flüchtlinge im Pfarrhaus.

Immer ein offenes Ohr für die Menschen

Für die Dekanatsregion Süd-West sagte Pfarrer Andreas Ruhs, dass Pfarrer Pauckstadt-Künkler auf Menschen zugehe und Trennung aufweiche und immer ein offenes Ohr für alle sieben Kirchengemeinden hatte. „Ich verabschiede dich als Pfarrer von deinen Aufgaben in den Ruhestand,“ verkündete der Dekan und nahm die Entpflichtung als Priester vor. Die Urkunde der Landeskirche hat Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm unterschrieben, datiert zum 1. Oktober 2019.

In der evangelischen Pfarrgemeinde entsteht eine Vakanz. Pfarrer Ruhs aus Neunkirchen wird die Geschäftsführung übernehmen. Die Kasualvertretung machen Pfarrer Matthias Weih und Martin Valeske. Für die Tätigkeit in der Landessynode sprach Dekan Karlhermann Schötz aus Sulzbach-Rosenberg den Dank aus und überregional war der Rothenstädter Pfarrer durch die Band „Church Pistols“ bekannt. „Er war ein Hans-Dampf in allen Gassen“, rühmte Dekan Slenczka den vollen Einsatz von Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler.

„Die Familie Pauckstadt-Künkler ist schon immer ein Gemeinschaftsprojekt“, sagte OB Kurt Seggewiß. Er erinnerte sich an das Fest der Demokratie gegen Rechtsextremismus vor 10 Jahren in Weiden, wo der Pfarrer unterstützte und Tochter Ronja ein Lied für Gerechtigkeit sang. Seggewiß überreichte ihm für sein vielfältiges Engagement die Silberne Bürgermedaille der Stadt Weiden.

Bürgermeister Martin Schreglamm aus Etzenricht nannte den Neubau des evangelischen Gemeindehauses, die Kirchen- und Friedhofsrenovierung sowie die Gründung des Vereins Pro Etzenricht und überreicht im Namen des Gemeinderates die Goldene Bürgermedaille der Gemeinde Etzenricht als Dank und Anerkennung.

Rockpfarrer und für Schwache da

„Es fällt mir nicht leicht ein Urgestein zu verabschieden“, bekannte Pfarrer Ulrich Gruber vom Pfarrkapitel und erinnerte an die erste Pfarrstelle in Windischeschenbach vor 31 Jahren. Er nannte die Charaktere des Pfarrers: glaubwürdiger Christ mit deutlichen Positionen für Flüchtlinge, Schwache und die Demokratie, Rockpfarrer mit musikalischem Talent, der den Simultankirchenradweg zu einer festen Größe gemacht hat. Das sehr gute Miteinander in der Ökumene lobte der katholische Pfarrer Heribert Englhard und er dankte für die Freundschaft im Namen der Kirchengemeinde und die Aufnahme in der evangelischen Kirche während der Renovierungsarbeiten in St. Marien. Gemeinsame Aktionen waren der Solidaritätsmarsch und die Einführung der ökumenischen Pfarrfeste in Rothenstadt und Etzenricht, Jugendkreuzwege und Bibeltage. Die Kirchenvorstände von Rothenstadt, Etzenricht und Wernberg-Köblitz dankten „Pauki“, wie ihn die „Konfis“ nannten, für den Dienst in ihren Gemeinden. Posaunenchorobmann Gerhard Spitzkopf rühmte den Pfarrer als einen Glücksfall für die Chorgemeinschaft.

Dank für die Gemeinschaft, das Zusammenleben und die Unterstützung bei Kinderbetreuung und der Jugendarbeit sagte Gattin Sigrid Künkler. Um gut beschirmt zu sein bekam die Familie einen großen Sonnenschirm als Geschenk für das neue Zuhause in Störnstein. Anstatt Geschenken kamen viele Gäste dem Wunsch nach, für die Beschilderung des Simultankirchenradweges zu spenden.

Der evangelische Posaunenchor unter der Leitung von Reinhold Spitzkopf und der Flötenchor „Flautista“ sowie der Gesangverein Etzenricht umrahmten den Gottesdienst. Der Pfarrer sagte sichtlich gerührt Dank für Alles, Adieu und Tschüss, alles Gute und Gottes Segen.

Zahlreiche Geistliche feiern den Abschiedsgottesdienst mit Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler (am Mikrofon) und danken für den unermüdlichen Einsatz.
Die Silberne Bürgermedaille der Stadt Weiden überreicht OB Kurt Seggewiß (links) und die Goldene Bürgermedaille mit Urkunde der Gemeinde Etzenricht händigt Bürgermeister Martin Schreglmann (rechts) an Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler aus. Blumen gibt es für Ehefrau Sigrid Künkler.
Viele Gäste geben Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler die Ehre bei der Verabschiedung auf dem "Brunnerhof".
Gut beschirmt, ein riesiger Sonnenschirm als Geschenk für das neue Domizil in Störnstein.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.