Vom Feld- und Wald- zum Wanderweg

Die Wählergemeinschaft Sassenreuth wünscht sich einen Wanderweg vom Ort zum Aussichtsturm am Kalvarienberg. Bei einem Ortstermin marschieren die Gemeinderatskandidaten zusammen mit Einwohnern die Strecke ab und erläutern ihr Konzept.

Die Kandidaten der Wählergemeinschaft Sassenreuth und zahlreiche Bürger treffen sich zu dem Wanderausflug zum Aussichtsturm am Kalvarienberg.
von Stefan NeidlProfil

Der 2015 eröffnete Aussichtsturm auf dem Kitschenrain bei Thurndorf entstand durch eine Idee von Marktgemeinderat Georg Adelhardt von der Wählergemeinschaft der ehemaligen Gemeinde Sassenreuth. Der Gedanke war, eine Attraktion zu schaffen und damit den Fremdenverkehr anzukurbeln.

Zum Konzept gehörte auch die Schaffung eines Wanderweges von Kirchenthumbach zum Aussichtsturm und zur benachbarten Kalvarienbergkirche. Doch nach ersten Plänen sei bisher nichts geschaffen worden, erklärte Silvia Schecklmann. Die Wählergemeinschaft wünscht sich nun einen eigenen Wanderweg von Sassenreuth dorthin. Der Weg wäre bereits vorhanden, so dass nur eine Beschilderung, Rastmöglichkeiten in Form von Bänken und Tischen sowie Hinweistafeln fehlen.

Bei einer öffentlichen Wanderung marschierten Gemeinderatskandidaten und Bürger einen drei Kilometer langen Feld- und Waldweg ab, der als Wanderweg dienen könnte, und erklärten ihre Vorstellungen. "Die Route ist reich an Historie", informierte Georg Adelhardt: Im Wald sei früher Ocker zur Farbgewinnung abgebaut worden.

Unterwegs sind auch die Fundamente eines ehemaligen Wachturmes des Militärs zu erkennen, der nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen wurde. Kurz vor dem Ziel schneidet zudem der alte "Totengräberweg" die Strecke. Auf ihm wurden die Verstorbenen von Heinersreuth nach Thurndorf gebracht, da beide Orte dem gleichen Bistum angehörten. Der Aussichtsturm selbst ermöglicht auf 24 Metern Höhe einen weiten Rundumblick über die Region. Leider verhinderte bei der Wanderung dichter Nebel eine tolle Aussicht.

Ein Familienvater schob einen Kinderbuggy über die gesamte Strecke - für Schecklmann und Adelhardt ein klares Zeichen, dass der Weg für alle Altersgruppen geeignet ist: "Zwischen Start- und Endpunkt liegen nur 100 Höhenmeter Unterschied. In 45 Minuten ist der Weg leicht zu meistern." Eine Beschilderung und eine bessere Vermarktung gehören zu den Zielen nach der Kommunalwahl.

Der Nebel verhindert den Genuss des schönen Rundumblicks am Aussichtsturm. Interessant und aufregend ist die Strecke dafür allemal.

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