Viel los bei der Sassenreuther Wehr

Es gab vielfältige Einsätze, Ausbildungen und Veranstaltungen: Von einem ereignisreichen Jahr berichtet stellvertretender Vorsitzender Christian Seemann in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr.

Die Ehrung langjähriger verdienter Kameraden in der Jahreshauptversammlung ist Tradition bei der Sassenreuther Feuerwehr. Die Auszeichnungen nehmen die beiden Vorsitzenden Stefan Lindner (links) und Christian Seemann (rechts) sowie Adjutant Matthias Seemann (Zweiter von links) vor. Bürgermeister Jürgen Kürzinger (Mitte, hinten) und Kreisbrandmeister Rainer Kopp (Dritter von rechts) gratulieren und danken ebenfalls den Jubilaren. So wurden (von links) Andreas Seemann (20 Jahre), Roland Biersack (35 Jahre), Anna Lehner (10 Jahre), Gerhard Diertl (25 Jahre) und Kommandant Jürgen Adelhardt (25 Jahre) für ihre Treue ausgezeichnet. Manfred Schecklmann gehört der Wehr 35 Jahre an, war aber verhindert.
von WMIProfil

58 Frauen und Männer hatten sich in der Gaststätte von Roland Biersack versammelt, um zusammen mit ihrer Führungsmannschaft, Bürgermeister Jürgen Kürzinger, einigen Gemeinderäten sowie Pfarrer Augustin Lobo Rückblick auf das Jahr 2019 zu halten.

Mit einer Bilderpräsentation rief Seemann, der dieses Jahr von Vorsitzendem Stefan Lindner die Versammlungsleitung übernommen hatte, alle Höhepunkte noch einmal in Erinnerung. Dabei zählte er unter anderem die Jahreshauptversammlung 2019, die Verpflegung der Wallfahrer aus Kastl im Feuerwehrhaus, die Beteiligung am Bürgerfest und den alljährlichen Preisschafkopf im Florianstüberl auf. „Unsere Vatertagsfeier ist mittlerweile in der ganzen Region bekannt, was dafür sorgt, dass die Veranstaltung jedes Mal sehr gut besucht ist“, erinnerte er an die gelungene Feier.

Die große Hüpfburg sei den ganzen Tag über belagert gewesen und am Nachmittag habe das Turnier an einer riesigen Fußball-Dartscheibe für tolle Unterhaltung gesorgt. Zu der humorvollen Moderation von „Dundee“ Michael Preuschl habe sich die Mannschaft des SC Kirchenthumbach letztendlich etwas glücklich gegen ihre Mitkonkurrenten durchgesetzt.

Zudem besuchten die Floriansjünger ein Starkbierfest in Kirchenthumbach, Feste der „Hütten Carver", der Reservisten und der Feuerwehr in Neuzirkendorf, das Kirchen- und Oktoberfest in Heinersreuth, die Fahnenweihe der Nachbarwehr in Schlammersdorf sowie eine Faschingsveranstaltung und ein Starkbierfest in Thurndorf. Auch den Neujahrsempfang in Kirchenthumbach und den Florianstag in Neuzirkendorf ließ Seemann nicht unerwähnt. Fünf Kameraden wurde zu runden Geburtstagen gratuliert, elf Ausschusssitzungen fanden statt.

An Anschaffungen zählte der stellvertretende Vorsitzende eine neue Küche aus Edelstahl, einen Kühlschrank, einen Einwecktopf und eine Fritteuse sowie Teller, Kaffeekannen und sonstige Küchengegenstände auf. Sein besonderer Dank galt dem Bürgermeister und den Gemeinderäten sowie der Partnerwehr von Kirchenthumbach für die immerwährende Unterstützung. „Auch all den Personen, die das ganze Jahr rund um dem Feuerwehrhaus tätig sind, um alles in Schuss zu halten, möchte ich besonders danken“, schloss Christian Seemann seinen Vortrag.

Kassier Thomas Diertl berichtete von einem „zufriedenstellenden“ Kassenstand. Als größte Einnahmeposten nannte er die Mitgliedsbeiträge und die Einnahmen bei der Vatertagsfeier, als Hauptposten auf der Ausgabenseite eine Umsatzsteuernachzahlung und die neue Edelstahlküche.

Die Ehrung langjähriger verdienter Kameraden in der Jahreshauptversammlung ist Tradition bei der Sassenreuther Feuerwehr. Diesmal gingen Auszeichnung für ihre Treue an: Roland Biersack (35 Jahre), Gerhard Diertl und Kommandant Jürgen Adelhardt (jeweils 25 Jahre), Andreas Seemann (20 Jahre) und Anna Lehner (10 Jahre). Manfred Schecklmann gehört der Wehr seit 35 Jahren an, war aber verhindert.

„Sorge und Hilfe ist das wertvollste Kapital der Menschheit“, lobte Bürgermeister Jürgen Kürzinger das ehrenamtliche Engagement. Die Feuerwehr übernehme stets Verantwortung, dafür gelte es, sie entsprechend zu unterstützen. Und so habe auch die Sassenreuther Wehr „selten ein Nein“ von der Gemeinde als Antwort erhalten, wenn sie um Unterstützung angefragt habe. Nachdenklich und bestürzt machten Kürzinger die vermehrten Übergriffe auf Rettungsdienste und Helfer.

Kreisbrandmeister Rainer Kopp informierte, dass die Einsätze – vor allem wegen Bränden – in jüngster Zeit um 40 Prozent angestiegen seien. Da auch die Großfeuerwehren zwischenzeitlich Personalmangel hätten, sei es enorm wichtig, auf die kleineren Wehren zu setzen, sie auszubilden und zu unterstützen. Ziel sei es, dass die Feuerwehren mehr zusammenarbeiten, wie es in den vergangenen Monaten bei der MTA-Ausbildung geschehen sei, machte Kopp deutlich. So hätten die Aktiven auch die Möglichkeit, unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände kennenzulernen und damit zu üben.

Eingehend auf den Digitalfunk brachte der Kreisbrandmeister seine Hoffnung zum Ausdruck, dass dieser im Herbst dieses Jahres oder spätestens Anfang 2021 komme. Er bat die Gemeinde um finanzielle Unterstützung. Zu erwarten seien bis zu 80 Prozent Förderung.

Im Blickpunkt:

Geschenke für die Übungsfleißigsten

Kommandant Jürgen Adelhardt bezifferte die Mannschaftsstärke auf 57 Aktive und 4 Jugendliche. Er berichtete von 11 Übungen und 17 unterschiedlichen Einsätzen. An zwei Schulungsabenden seien die Themen „Rechte und Pflichten bei der Feuerwehr“ (Adjudant Matthias Seemann) und „Brennen und Löschen“ (Kommandant Jürgen Adelhardt) behandelt worden. Zudem berichtete er von der MTA-Ausbildung (Modulare Truppmannausbildung), Kommandantenversammlungen, einer Sitzung des Kreisfeuerwehrverbandes, einer Objektübung in Höflas sowie einer Funkübung auf Ebene des Kreisbrandmeisterbezirks.

Der Leistungsprüdung stellten sich zehn aktive Brandschützer: Jürgen Steger (Stufe 6), Lisa Bernhardt (Stufe 4), Maximilian Diepold, Wolfgang Diepold, Tim Fraunholz, Alexander Wiesent, Lukas Edl sowie Pia Schecklmann (jeweils Stufe 2) und Christian Bernhardt (Stufe 1). Manuel Lindner (acht Teilnahmen) und Thomas Diertl (sieben) waren die zwei Übungsfleißigsten im vergangenen Jahr und wurden von ihm mit einem Geschenk belohnt.

Bei der Aktion „Verein macht Schule“ durften die fünf Wehren aus dem Bereich der Marktgemeinde den Schülern ihre Ausrüstung und Fahrzeuge vorstellen, berichtete Adelhardt. Zudem erinnerte er an eine Typisierungsaktion am Feuerwehrhaus in Kirchenthumbach, an der sich ebenfalls alle fünf Wehren beteiligt hatten. 83 Personen hatten sich dabei typisieren lassen. Auch dank des Kaffee- und Kuchenverkaufes der Feuerwehrfrauen konnten 2900 Euro für einen guten Zweck übergeben werden. An die neugegründete „First-Responder"-Truppe der Feuerwehr in Kirchenthumbach spendeten die Sassenreuther 250 Euro. An Anschaffungen listete der Kommandant vier Überjacken, einen LED-Strahler sowie ein Stativ auf.

Für das Jahr 2020 kündigte der Aktiven-Chef verschiedene Schulungen und die monatlichen Übungen, einen Erste-Hilfe-Kurs am 15. Februar und die Fortsetzung der MTA-Ausbildung an. Vom 19. bis 21. Juni werden die Brandschützer zusammen mit den Kameraden von der "Dumbacher" Wehr auf die „Interschutz“-Messe nach Hannover fahren.

Im Blickpunkt:

Fast 70 Stunden Ausbildung

Jugendwart Lukas Lohner informierte, dass die 4 Mitglieder der Jugendgruppe 2019 knapp 70 Stunden Ausbildung genossen hatten. So absolvierten sie die Blöcke 4 und 5 der MTA-Ausbildung, nahmen an der Leistungsprüfung „Wasser“ teil und beteiligten sich erfolgreich am Jugendleistungstest in Vorbach sowie am Wissenstest in Kirchenthumbach.

In einem kleinen Ausblick auf das neue Jahr kündigte er an, dass die Jugendlichen weiter an der MTA-Ausbildung teilnehmen werden. Zudem stünden auch wieder die Jugendleistungsprüfung und ein Wissenstest an. Kommandant und Jugendwart bedankten sich abschließend bei ihren Kameraden, der Gemeinde und der Landkreisführung für die Unterstützung.

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