Sassenreuth bei Kirchenthumbach
19.02.2020 - 12:51 Uhr

Wählergemeinschaft Sassenreuth: Informationsabend für Jung- und Erstwähler

Warum und wen wählt man eigentlich bei der Kommunalwahl? Diese und weiter Fragen beschäftigen vor allem Jung- und Erstwähler. Die Wählergemeinschaft der früheren Gemeinde Sassenreuth klärt auf.

Warum gehen wir wählen? Wer wird gewählt? Und was muss man beachten? Silvia Schecklmann (hinten, Dritte von links), Listenführerin der Sassenreuther Wählerliste, sowie die Kandidaten klären junge Menschen über die Kommunalwahl auf. Bild: hzi
Warum gehen wir wählen? Wer wird gewählt? Und was muss man beachten? Silvia Schecklmann (hinten, Dritte von links), Listenführerin der Sassenreuther Wählerliste, sowie die Kandidaten klären junge Menschen über die Kommunalwahl auf.

Listenführerin Silvia Schecklmann von der Wählerliste der früheren Gemeinde Sassenreuth begrüßte die Anwesenden und hieß vor allem die zahlreich erschienenen Erstwähler willkommen. Diese hatte die Wählerliste vorab gezielt angesprochen, um sie über den Ablauf von Wahlen im Allgemeinen und speziell für die anstehende Kommunalwahl zu informieren. Warum soll gewählt werden,welche Aufgaben haben die Kommunen und Landkreise wahrzunehmen? Auf diese und ähnliche Fragen gab die Wählerliste eine Antwort. Die Präsentation wurde eingeleitet mit einem Film, in dem an einem imaginären Burgerstand die Inhalte eines Hamburgers bzw. die Schichten Fleisch, Salate und Käse mit den verschiedenen Parteien auf der Wählerliste in Verbindung gebracht wurden. So wurden bildhaft verschiedene Möglichkeiten wie "Kumulieren" (Wähler können ihre Stimmen auf einzelne Bewerber "häufeln") und "Panaschieren" (Wähler können ihre Stimmen über mehrere Listen verteilen) erklärt. Letzteres wird aber als nicht vorteilhaft für die eigene Wählerliste angesehen.

Der Film endete mit der Aufforderung „Gib deinen Senf dazu!“. Die Anwesenden erfuhren auch mehr über die verschiedenen Wahlscheine und was bzw. welche Fristen bei der Briefwahl zu beachten sind. Auf dem Wahlzettel für den Gemeinderat ist die Sassenreuther Liste als Nummer 9 aufgeführt, erklärte Silvia Schecklmann. Als nächstes stellten sich die Kandidaten vor, die neben ihrem Alter, Beruf und ehrenamtlichen Tätigkeiten auch erklärten, warum sie sich politisch engagieren. Als einen Grund nannten sie den Zugang zu Fördertöpfen für die Gemeinde, damit Bürger besser entlastet würden. Zudem äußerten sie die Hoffnung, dass die Erstwähler zur Wahl gehen.

Weitere Beweggründe waren das Interesse am ländlichen Raum, die Siedlungsentwicklung und speziell ein Erlebnisweg zum Kalvarienberg. Werner Trenz und Georg Adelhardt nannten als Gründe die weitere Begleitung der schon länger laufenden Projekte, die Weiterentwicklung der Gemeinde, die Belange um das Trinkwasser und die damit zusammenhängende Thematik der Wasserschutzgebiete. Als wichtig erachtet wurde auch der Straßen- und Wegebau sowie die Staatstraße 2120 bzw. die Umgehungspläne.

Jürgen Adelhardt erklärte den Anwesenden die Zuständigkeiten der Gemeinde für den Brandschutz, denn die Kommune müsse dafür die Ausrüstung zu Verfügung stellen. Ansprechpartner für die jeweilige Feuerwehr sei der Bürgermeister, erklärte Adelhardt. Michael Frohnhöfer informierte über den dreistufigen Breitbandausbau im Gemeindebereich. In Stufe I seien die großen Orte bis zu den Verteilerkästen mit Glasfaser erschlossen worden. Bis zu den Häusern sei das Kupferkabel verblieben. Die Gehöfte und kleineren Orte folgten in Stufe II. Die letzte Stufe sei momentan in Vorbereitung. Lediglich im neuen Baugebiet sowie in den Industriegebieten ist das Glasfaserkabel schon verlegt.

In der Fragerunde am Ende kam unter anderem noch die Schule in Kirchenthumbach zu Sprache. Werner Trenz erklärte, dass man bei der Durchführung der Maßnahme auf Vorgaben der Regierung der Oberpfalz bzw. der Kommune Rücksicht nehmen müsse. Bedingung sei unter anderem ein Architektenwettbewerb gewesen. Weiter ist zu beachten, dass der Schulbetrieb weiterlaufen müsse, und das Gebäude müsse sich auf dem gleichen Grundstück befinden. Da das Grundstück für Abriss und Neubau parallel laufend zu klein sei, habe man sich im Marktgemeinderat für einen Neubau entschieden. Zudem hätte eine Sanierung eine Million Euro mehr gekostet, weil neue Fluchtwege anzulegen seien und das Gebäude komplett entkernt werden müsste. Der Neubau werde sich nach der Schülerprognose richten und nach den Raumbedürfnissen der Ganztagsschule. Am Ende wurde aus der Runde der Anwesenden noch der gute Ausbau der Straße von Tagmanns nach Neuzirkendorf lobend erwähnt. Hierzu erklärte Georg Adelhardt, dass diese Maßnahme kostengünstig durchgeführt werden konnte, da der Unterbau der Verbindung solide gewesen sei.

 
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