18.12.2018 - 19:26 Uhr
Oberpfalz

Schenken macht glücklich

Das Gehirn belohnt selbstlose Handlungen mit Wohlgefühlen ähnlich denen, die durch Drogen, Sex oder gutes Essen ausgelöst werden.

„Froh ist nur, wer geben mag.“ Schon Johann Wolfgang von Goethe wusste, dass Schenken glücklich macht.

"Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben", schrieb der französische Schriftsteller André Gide. "Wer andere glücklich macht, wird selbst glücklich." Wenn es nach ihm geht, ist Weihnachten wohl die beste Zeit, das Glück zu finden. Denn schließlich gehört das Schenken zum Fest der Liebe. Egal, ob Sie sich für Theaterkarten, selbst gestrickte Socken, einen Gutschein oder eine Flasche Whisky als Geschenk für Ihre Lieben entschieden haben: Glückwunsch, Sie sind auf dem besten Weg, auch sich selbst damit glücklich zu machen.

"Froh ist nur, wer geben mag." Schon Johann Wolfgang von Goethe wusste, dass Schenken glücklich macht. Und längst belegen auch wissenschaftliche Studien: Gebende und Helfende leben länger und glücklicher. Das Gehirn belohnt selbstlose Handlungen mit Wohlgefühlen ähnlich denen, die durch Drogen, Sex oder gutes Essen ausgelöst werden können. Vielleicht haben Sie das selbst schon öfter erlebt: Das wunderbare Gefühl, wenn sich jemand über ein Geschenk von Ihnen gefreut hat. Die tiefe Zufriedenheit, wenn Sie gerade jemanden einen Gefallen getan haben.

Ob Spenden, Freiwilligenarbeit oder Nachbarschaftshilfe - Geben bereichert das Leben und verbessert das persönliche Wohlbefinden. Glücklich wird also nicht der, der egoistisch in seinem Luxus schwelgt, sondern andere auch daran teilhaben lässt. Aber es müssen gar nicht immer materielle Güter sein, die man gibt. Wir können uns auch für einen gemeinnützigen Verein oder ein Hilfsprojekt engagieren, dem Nachbarn mal den Bohrer ausleihen, wenn seiner kaputt ist, oder einem lieben Menschen einfach mal etwas mehr Zeit schenken. Der Effekt ist dabei immer der gleiche: Glückshormone sorgen dafür, dass wir uns einfach gut dabei fühlen. "Schenken macht die Seele weit", meint auch Glücksforscher Wilhelm Schmid. Weiterhin stärkt es Freundschaften und Beziehungen, bringt Zauber in den oft so grauen Alltag und schafft oftmals auch noch Anerkennung. Deswegen: Schenken lohnt sich also nicht nur jetzt an Weihnachten. Warum braucht es eigentlich immer einen Anlass, um andere zu beschenken? Machen Sie doch auch einmal nach den Festtagen jemanden eine Freude - und überraschen Sie ihn mit einer Einladung zum Essen, einer Flasche seines Lieblingsweins, einem selbstgepflückten Blumenstrauß oder einem anderen kleinen persönlichem Geschenk. Sie werden schnell merken: Allein der Blick in ein erfreutes Gesicht ist bereits die Mühe wert. (ewa)Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/ themen/gluecksrezept

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