04.06.2021 - 08:51 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Abschied von der Schirmitzerin Barbara Koller

von Norbert DuhrProfil

Zahlreiche Trauergäste nahmen am Mittwoch in Schirmitz Abschied von Barbara Koller, geborene Herrmann, die im Alter von 94 Jahren verstorben ist. Ruhestandspfarrer Andreas Hanauer zeichnete beim Requiem in der Pfarrkirche den Lebensweg der Heimgegangenen nach. Am 28. März 1927 wurde Barbara Koller in Schirmitz am ehemaligen Dorfweiher am "Sidafür" als zweites von vier Kindern von Barbara und Josef Herrmann geboren. 1934 kam sie zur Schule und erlebte den Zweiten Weltkrieg mit all seinen Auswirkungen mit.

Nach der Schulzeit arbeitete sie mit auf dem elterlichen Hof und half regelmäßig ihrem Vater beim Schirmitzer Milchtransport, der damals noch mit Hilfe eines Pferdegespanns getätigt wurde. Für die katholische Jugend in Schirmitz war Koller eine engagierte Gruppenleiterin. Ihre Begabung konnte sie vor allem im Zitherspielen und im Gesang bis ins hohe Alter zeigen. Am 30. Januar 1951 heiratete sie Johann Koller. Sechs Kinder gingen aus der Ehe hervor. 1955, nach dem Hausbau, zog die Familie in ihr Eigenheim im Hopfenweg ein. Nicht leicht war es für das Ehepaar, als 1986 ihr jüngster Sohn Stefan starb.

Eine Zäsur im Leben der Seniorin war wohl auch, als 2009 ihr Ehemann Johann starb, den sie während seiner schweren Krankheit liebevoll zu Hause gepflegt hatte. Trotz altersbedingter gesundheitlicher Einschränkungen konnte Barbara Koller bis vor einem Jahr in ihrer gewohnten Umgebung leben. Nach einem Sturz musste sie über ein Jahr im Eleonore-Sindersberger-Pflegeheim betreut werden. Am Freitag, 28. Mai, starb sie im Beisein der Familie ruhig und friedlich.

Enkelin Johanna trug beim Trauergottesdienst die Lesung vor. Sieglinde und Wolfgang Ziegler sowie eine kleine Instrumentalbesetzung umrahmten die Feier würdevoll. Frauenbund-Vorsitzende Waltraud Schwab würdigte am Schluss des Requiems die großen Verdienste des verstorbenen Gründungsmitglieds, die der katholischen Gemeinde 67 Jahre lang vorbildlich gedient hatte. Wegen ihres freundlichen und bescheidenen Wesens sei sie von allen Mitglieder geschätzt worden.

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