24.02.2020 - 15:11 Uhr
SchirmitzOberpfalz

"Anstoßen und Spaß haben"

Feucht-fröhlich geht es beim Themenabend "Lyrik und Likör" in der Jakobsklause zu. Pfarrer Stefan Wissel fordert die Mitglieder der Kolpingsfamilie Schirmitz auf, das Schöne im Leben zu genießen.

Pfarrer Stefan Wissel (stehend) schenkt beim Themenabend "Lyrik und Likör" den Mitgliedern der Kolpingsfamiie nicht nur tüchtig ein, sondern unterhält sie auch mit amüsanten Erzählungen, Witzen und Gedichten.
von Norbert DuhrProfil

Liköre und eine kräftige Prise Lyrik waren die beherrschenden Punkte des Abends, bei dem es auch ohne Faschingskostüm lustig und stimmungsvoll zuging. Pfarrer Stefan Wissel aus Barbing bei Regensburg, bis vor drei Jahren noch Kolping-Diözesanpräses, brachte mit seiner kräftigen und sonoren Stimme Schwung und Leben in die "Bude". Kolping-Chef Josef Ziegler freute sich, dass neben zahlreichen Mitgliedern auch Präses Thomas Stohldreier, Kolping-Bezirksvorsitzender Roland Hofmann aus Neunkirchen sowie eine Abordnung der Kolpingsfamilie Mantel gekommen waren.

Vor der flüssigen Offerte des Gastes stärkten sich die Teilnehmer mit einer kräftigen Brotzeit. Nach einem Bierseminar vor einigen Jahren wartete der Geistliche diesmal mit dem Themenabend "Lyrik und Likör" auf. In Vorbereitung sind noch "Rum und Schokolade" sowie "Sekt und Süßes", verriet er.

Gemäß dem Motto von Wilhelm Busch "Wer Sorgen hat, kennt auch Likör" startete Wissel die Palette seiner Angebote und schenkte, immer wieder amüsant von Witzen, Geschichten und Zitaten bekannter Lyriker und Humoristen unterbrochen, nacheinander einen Magen-Bitter, Vogel-, Holunder- und Erdbeere, Haselnuss, Kirsche und Marille-Liköre aus.

Bei seinen Erzählungen stellte Wissel auch die grundsätzliche Frage in den Raum, ob die Menschen heute überhaupt noch fähig seien, das Schöne zu genießen. "Viele versäumen diese Chance", bedauerte er. Zum Entdecken der Schönheit sowie der Werte und Tugenden im Leben zitierte der Referent immer wieder die Dichter Berthold Brecht, Hermann Hesse und Heinz Erhardt. "Wir brauchen die kleine banale Welt und wir können auch über alltägliche Sachen lachen", meinte Wissel. "Lyrik ist eine Emotion und eine Mitteilung an den anderen." Am Ende stießen alle mit dem umtriebigen Geistlichen "auf das Leben und einen schönen Abend" an.

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