20.05.2021 - 09:52 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Mehrzweckhalle: Schirmitzer CSU und SPD haben Änderungswünsche

Die Generalsanierung der Schirmitzer Mehrzweckhalle beschäftigt im Vorfeld die Gemeinderäte ordentlich. Sie haben die ersten Vorschläge des Architekten aus der letzten Sitzung verdaut und bringen jetzt selbst Ideen ein.

Viele Änderungswünsche bringen CSU- und SPD-Gemeinderatsfraktion in der Sitzung bezüglich der geplanten Generalsanierung der Mehrzweckhalle vor. Unterschiedliche Vorstellungen gibt es vor allem über die künftige Nutzung der ehemaligen Kegelbahngaststätte (links).
von Norbert DuhrProfil

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats tragen die CSU- und SPD-Fraktionsführer ihre schriftlich eingereichten Änderungswünsche zur Generalsanierung der Mehrzweckhalle vor. Sie soll im kommenden Jahr beginnen.

Zuerst stellte SPD-Fraktionschef Walther Piehler die Anregungen seiner Partei zum Umbau der Mehrzweckhalle vor. Diese umfassen Erweiterungen in den Toilettenanlagen, Änderungen in der geplanten Umkleidekabine für Lehrkräfte sowie eine Verlegung des Geräteraumes in die ehemaligen Räume der Kegelbahn.

Ein zusätzlicher Fluchtweg soll nach Meinung der SPD durch den derzeitigen Geräteraum verlegt werden. Außerdem schlägt Piehler vor, die geplante Öffnung zur Bewirtung der Halle zu vergrößern und in den Räumlichkeiten der Kegelbahngaststätte ein Gemeinschaftszentrum unter dem Begriff "Schirmitztreff" zu errichten.

CSU-Fraktionsführer Markus Dobmeier unterbreitet in einer Präsentation die Änderungswünsche seiner Fraktion zur geplanten Mehrzweckhallensanierung. Entgegen dem ersten Entwurf sollen nach Meinung der CSU im Eingangsbereich das Damen- und Herren-WC getauscht und räumlich so verändert werden, dass weitere Toilettenanlagen entstehen können. Im Bereich der Bühne soll ein neuer Fluchtweg durch einen abgetrennten Teil des jetzigen Geräteraumes eingeplant werden. Nach Verlagerung der Stühle in die ehemaligen Räumlichkeiten der Kegelbahn könnte so der verbleibende Teil des bisherigen Geräteraumes für die Schulsportgeräte weiter genutzt werden.

Der im Bereich der Kegelbahn geplante Rettungsweg soll nach Darlegung Dobmeiers weiter in Richtung Hallenmitte verschoben werden, so dass die Fluchttreppe im Außenbereich noch vor dem eingezäunten Schulsportplatz errichtet werden könnte. Im hinteren Teil der Halle sollen zur Kegelbahn hin zwischen den Stützpfeilern Bewirtschaftungsmöglichkeiten geschaffen werden. Die dadurch wegfallenden Sprossenwände sollen an der gegenüberliegenden Seite montiert werden. Außerdem sollte laut CSU-Fraktion vor der Bühne zur Kegelbahn hin eine doppelflügelige Tür eingeplant sowie der Bühnenzugang von der Halle aus auf die maximal mögliche Breite erweitert werden.

Zudem schlägt die CSU vor, auf dem Dach der Mehrzweckhalle sowie der Hausmeisterwohnung ein zu den Schulgebäuden baugleiches Dach mit roter Biberschwanzeindeckung vorzusehen, um die Mehrzweckhalle optisch an die übrigen Gebäude anzugleichen und die Errichtung einer Photovoltaikanlage zu ermöglichen. Die Fassade des Gebäudes soll als Putz mit Wärmedämmverbundsystem und nicht wie vorgeschlagen als Plattenverkleidung eingeplant werden.

Bürgermeister Ernst Lenk berichtet über das Gespräch mit den Verantwortlichen der SpVgg Schirmitz bezüglich künftiger Veranstaltungen in dem zu sanierenden Gebäude. Architekt Rainer Pichl hatte sich die schriftlich eingereichten Änderungswünschen der Fraktionen zu Gemüte geführt und zeigte in der Sitzung die realisierbaren Varianten auf. Der Gemeinderat beauftragt den Architekten, die vorgestellten Änderungswünsche in die weitere Planung einzuarbeiten und eine Kostenberechnung vorzulegen. Hinsichtlich der Bewirtungsmöglichkeit der Halle soll der Kostenaufwand zwischen den von der SpVgg Schirmitz vorgeschlagenen großflächigen Öffnungen und den bisher angedachten kleineren Öffnungsfenstern ermittelt und zur Entscheidung vorgelegt werden.

Dem Antrag auf Vorbescheid über den Neubau eines seniorengerechten Einfamilienwohnhauses mit Garage und Einliegerwohnung an der Bergstraße erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen unter den Voraussetzungen, dass zugunsten der Gemeinde Schirmitz beziehungsweise des Freistaates Bayern ein Leitungsrecht (Kanal- und Wasserleitungsrecht) zur Erschließung des neuen Bauvorhabens über das Flurstück Nummer 698/2 im Grundbuch dinglich zu sichern ist und die Kosten zur Errichtung einer zusätzlichen Grundstückszufahrt vom Kristallweg aus durch die Antragsteller zu übernehmen sind. Der formlosen Voranfrage über den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung an der Sandstraße stellte das Plenum das gemeindliche Einvernehmen in Aussicht.

Bürgermeister Lenk informierte abschließend darüber, dass die Grüngutsammelstelle sowie der Parkplatz beim Gelände der SpVgg Schirmitz fertiggestellt seien und ab sofort geöffnet sind. Er dankt insbesondere den Mitarbeitern des Bauhofs sowie dem Schulhausmeister Thomas Lindner für ihren Einsatz.

Die erste Planung

Schirmitz

 

 

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