29.04.2021 - 10:33 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Schirmitzer Mehrzweckhalle: 2023 so gut wie neu

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Schirmitz bekommt als besonderes Geschenk zum 800-jährigen Gemeindejubiläum 2023 eine generalsanierte Mehrzweckhalle. Architekt Rainer Pichl stellt in der Sitzung eine überarbeitete Planung für das über 40 Jahre alte Gebäude vor.

So soll die generalsanierte Mehrzweckhalle 2023 aussehen. Die ursprüngliche Form des Baukörpers bleibt, fast alles andere wird neu.
von Norbert DuhrProfil

Hauptpunkt der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Montag war die geplante Generalsanierung der Mehrzweckhalle. Bürgermeister Ernst Lenk erklärte eingangs dazu, dass die Gemeinde heuer die Planungen dafür vorantreiben wolle. Im nächsten Jahr soll die Sanierung starten. Im Jubeljahr 2023 wolle man dann eine generalsanierte Halle präsentieren können.

Wie Architekt Rainer Pichl vom Planungsbüro apg 90 in Weiden erläuterte, soll die Mehrzweckhalle als Bestandteil der Grundschule Schirmitz aus dem Entstehungsjahr 1978/79 im Rahmen einer Generalsanierung auf den aktuellen Stand gebracht werden. Der Planer erläuterte dem Gremium ausführlich das geplante Sanierungskonzept. Er hatte bereits vorher eine umfassende Bestandsaufnahme zur Erneuerung der Halle gemacht. Bei der Sanierung ist die asbesthaltige Fassadenverkleidung zu entfernen. Die Platten müssten zerstörungsfrei ausgebaut und speziell entsorgt werden. Auch die Unterkonstruktion der Fassadenplatten sowie die Dämmschicht müssten abgebrochen und entsorgt werden. Die Außenwände erhalten stattdessen eine hinterlüftete Außenwandverkleidung mit Dämmschicht.

Die alten Fenster und Außentüren werden gegen energiesparende Modelle ausgetauscht. Das Flachdach erhält eine Dämmschicht und eine neue Flachdachabdichtung, sowie neue Lichtkuppeln.

Der Zugang zu den Waschräumen wird in der Turnhalle barrierefrei. Vorgesehen seien jeweils drei Duschen und zwei Waschräume. Es soll auch ein Umkleideraum für Lehrkräfte im bisherigen Putzraum geschaffen werden. Der Putzraum wiederum könne in den bisherigen Sanitätsraum (Kühlzelle) verlegt werden. Der bisher vom Vereinskartell genutzte Raum wird nicht mehr zweckbestimmt genutzt und kann daher als Lagerfläche zur Ergänzung des Geräteraums herangezogen werden.

Wie Architekt Pichl ausführte, werde im Bereich der bisherigen Kegelbahn ein weiterer Rettungsweg für außerschulische Nutzung geschaffen. Dafür muss eine Kletterwand verlegt und im Bereich der Turnhalle ein Flur mit direktem Ausgang ins Freie gebaut werden. Der Rettungsweg verläuft des Weiteren über eine Außentreppe. Der Ausgang der Turnhalle in Richtung Windfang des Nebeneingangs wird so breit, dass er den Anforderungen der Versammlungsstättenverordnung genügt.

Zur barrierefreien Erschließung der Mehrzweckhalle plant das Architekturbüro eine Rampe im Bereich des Nebeneingangs. Das Foyer bekommt zwei getrennte WC-Räume, indem die beiden bestehenden Toilettenräume zu einem größeren Damen-WC werden und ein Herren-WC im Bereich der bestehenden Umkleideräume der Kegelbahn dazukommt. Die verbleibende Fläche der ehemaligen Kegelbahn wird zum Teil dem Veranstaltungsraum (ehemaliges Keglerstüberl) zugeschlagen, zum anderen Teil dient diese Fläche als Lagerraum für Stühle und Tische.

Im Folgenden ging es um neue Bodenbeläge, Wandbeläge, Deckenflächen und Innentüren sowie um die Neuinstallation der Heizflächen sowie der Abwasser- und Versorgungsleitungen und der Elektroinstallation (Beleuchtung). Die Hausmeisterwohnung wird in die Komplettmaßnahme einbezogen. Pichl gab auch Auskunft über eine staatliche Förderung der Sanierungsmaßnahme.

In der anschließenden Diskussion über die vorgelegte Planung ging es im Gemeinderat hauptsächlich um eine eventuelle Verlegung des geplanten Rettungsweges durch die bisherige Kegelbahn. Bürgermeister Lenk forderte beide Gemeinderatsfraktionen auf, Änderungswünsche oder Anregungen bis zum 9. Mai schriftlich vorzulegen. Diese werden dann Architekt Pichl zur Prüfung übersandt und in der nächsten Gemeinderatssitzung beschlussmäßig behandelt. Der Bürgermeister will auch noch Gespräche mit der Schulleitung, der SpVgg und dem Teeniechor führen wegen künftiger Schul- und Vereinstätigkeiten in der Halle.

Zum Schluss ging es noch um den Antrag der CSU-Bundeswahlkreisgeschäftsstelle Weiden zur Genehmigung von mobilen Sondergroßflächen zur Bundestagswahl 2021 in der Grünanlage am "Stachus". Nach kurzer Aussprache waren sich die Räte darin einig, generell keine Großflächenplakate aufstellen zu lassen.

Ein Projekt größer als das andere in Schirmitz

Schirmitz
Hintergrund:

Finanzierungfakten zur Mehrzweckhalle

  • Gesamtkosten laut Haushaltsplan: 2,2 Millionen Euro, einschließlich Baunebenkosten
  • Davon geplante Ausgaben noch heuer: 250.000 Euro Baukosten und 150.000 Euro Planungskosten
  • Dann in 2022: 1,5 Millionen Baukosten
  • Sowie in 2023: 250.000 Euro für Baukosten
  • Sanierungsbeginn: 2022
  • Sanierungsende: 2023
  • Heuer noch in Arbeit: nur die Planung
Architekt Rainer Pichl stellt dem Gemeinderat Schirmitz ausführlich die überarbeitete Planung zur Generalsanierung der Mehrzweckhalle vor.

 

 

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