08.04.2019 - 14:13 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Notlösung beim Frauenbund

In der Jahreshauptversammlung ist keine Nachfolgerin für Waltraud Schwab in Sicht. Sie führt deshalb die Gemeinschaft für höchstens noch ein Jahr als kommissarische Vorsitzende weiter. Der Pfarrer mahnt die Frauen zur intensiven Suche.

Waltraud Schwab (Vierte von rechts) bleibt noch ein Jahr kommissarische Vorsitzende des Frauenbundes. Die übrigen Führungsposten werden reibungslos besetzt. Pfarrer Stohldreier (rechts) mahnt zur baldigen Suche einer Nachfolgerin für Waltraud Schwab.
von Norbert DuhrProfil

Zur Jahreshauptversammlung waren 38 Frauen und geistlicher Beirat Stohldreier in den Pfarrsaal gekommen. Der Pfarrer leitete auch die Neuwahl. Vorab erklärte Vorsitzende Schwab, dass sie - wie vor zwei Jahren angekündigt - nicht mehr für das Führungsamt kandidieren werde. Sie führte auch gesundheitliche Gründe an. Außerdem stehe sie jetzt schon 10 Jahre an der Spitze. Davor sei sie ebenfalls 10 Jahre lang Kassenverwalterin gewesen.

Die Suche nach einer Nachfolgerin verlief ergebnislos. Schwab erklärte sich darauf bereit, den Frauenbund für höchstens ein Jahr noch kommissarisch als Vorsitzende zu leiten. "Bis zum Herbst muss aber über eine neue Führungskraft Klarheit herrschen", sagte sie. Auch Pfarrer Stohldreier ermahnte die Frauen, alle Anstrengungen zu unternehmen, dass bald eine Nachfolgerin gefunden werde. Erstaunlich war, dass alle übrigen Posten des Führungsgremiums problemlos besetzt werden konnten.

Einstimmig gewählt wurden: Eva Forster als stellvertretende Vorsitzende, Elisabeth Zeiler als Schatzmeisterin und Gudrun Schmidt als Nachfolgerin für die nach 30 Jahren nicht mehr angetretene Schriftführerin Theresia Dobmeier.

In den Führungskreis wurden berufen: Helga Stöckl, Rita Beimler, Inge Kleber, Brigitte Heinze, Silvia Aster und Marianne Hrabak (neu). Die Kasse prüfen weiterhin Helga Stöckl und Karin Hochwart. Bannerträgerin bleibt Angelika Köhler, Stellvertreterin ist Grete Zitzmann.

Schriftführerin Dobmeier stellte in ihrem letzten und sehr umfangreichen Tätigkeitsbericht das Motto des Jahres 2018 "Leben ist Veränderung - Veränderung ist Leben" vor. Sie erinnerte an zahlreiche Höhepunkte wie den gut frequentierten Weltgebetstag im März vergangenen Jahres, an den erfolgreichen Palmbüschelverkauf und die Verteilung der Osterbrote, an die mit 30 Frauen gut besuchte Maiandacht, an die Mitwirkung bei der Einweihung des Kirchplatzes mit einem Kaffee- und Kuchenverkauf, an die Muttertagsfahrt nach Vierzehnheiligen, an die Mitarbeit beim Dorffest, an den Drei-Tage-Ausflug zum Bodensee, die Elisabethfeier mit Neuaufnahme von vier Frauen sowie an die Fahrt zum Adventssingen nach Salzburg,

Die Chronistin stellte auch heraus, dass Frauen wieder das Schmücken der Christbäume in der Pfarrkirche übernommen hätten. Den Mitgliederstand bezifferte Dobmeier auf 131 Damen. Sie ließ auch nicht unerwähnt, dass der Frauenbund in den zurückliegenden Jahren viel gespendet habe und dabei vor allem soziale Zwecke und pfarrliche Belange unterstützt habe. Für die Spende eines neuen Rauchmantels und den Zuschuss für die Pfarrsaalbenutzung bedankte sich geistliche Beirat Stohldreier. Vorsitzende Schwab dankte allen Mitgliedern für Einsatz und Mitarbeit.

Chronistin mit Temperament und Humor

Ein "Urgestein" des Frauenbundes stand am Schluss der Jahreshauptversammlung noch im Mittelpunkt einer besonderen Ehrung: Theresia Dobmeier. Sie hatte sich über 30 Jahre dem Frauenbund als Schriftführerin zur Verfügung gestellt. Vorsitzende Schwab sagte ihr deshalb ein herzliches "Vergelt's Gott" im Namen aller Frauen. Dobmeier sei von 1989 bis 2019 den drei Frauenbund-Vorsitzenden Fanny Gleißner, Betti Blohon und Waltraud Schwab immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden und eine große Hilfe gewesen. "Du hast immer alles genau protokolliert, informative Jahresberichte erstellt und vorgetragen. Dein Temperament und dein Humor hat bei uns immer zu einer ausgeglichenen und fröhlichen Stimmung beigetragen", lobte Schwab. Sie sprach zugleich die Bitte aus, dass Dobmeier auch im Ruhestand stets der Gemeinschaft verbunden bleiben möge. Als Dank und Anerkennung überreichte sie ein Blumenpräsent sowie einen Gutschein.

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