16.12.2020 - 16:12 Uhr
SchirmitzOberpfalz

In Schirmitz wird das Wasser billiger

Die Schirmitzer haben Glück. Das Wasser wird billiger. Pro Kubikmeter um 72 Cent. Dafür steigt der Satz pro Kubikmeter Abwasser um 86 Cent. Insgesamt ergibt sich daraus anders als in anderen Gemeinden eine mäßige Erhöhung um 14 Cent.

Ein Blick ins Wasserhäuschen mit den Leitungen und den Wasserzählern für Schirmitz und Pirk. Schirmitz verbraucht im Jahr rund 80.000 Kubikmeter Wasser.
von Norbert DuhrProfil

In der letzten Sitzung des Jahres 2020 ging es für den Gemeinderat als wichtigste Punkte um die Kalkulation der Wasser- und Abwassergebühren für die Jahre 2021, 2022 und 2023. Dieter Schobert, Verwaltungsgemeinschafts-Geschäftsstellenleiter führte dazu aus, dass der Kalkulation ein dreijähriger Kalkulationszeitraum zugrunde liege. Für 2021 bis 2023 errechne sich unter Einbeziehung des Ergebnisses der Jahre 2017 bis 2019 sowie der Spitzrechnung 2020 und der Haushaltsansätze 2021 bis 2023 ein neuer Gebührensatz von 1,90 Euro pro Kubikmeter Wasser. Bisher habe er 2,62 Euro betragen. Das sind 72 Cent weniger ab 2021 bis 2023. Schobert begründete die Vergünstigung beim Wasser für die Bevölkerung mit dem trockenen Sommer 2020 und mit weniger Wasserrohrbrüchen. Der Gemeinderat beschloss den neuen Gebührensatz ab dem 1. Januar 2021 einstimmig.

Auch der Kalkulation für die Abwassergebühren lag ein Kalkulationszeitraum von drei Jahren zugrunde. Unter den gleichen grundlegenden Voraussetzungen und Ergebnissen wie beim Wasser errechnete sich laut Schobert beim Abwasser ein neuer Gebührensatz von 3,12 Euro pro Kubikmeter. Bisher lag der Satz bei 2,26 Euro. Das ist eine Erhöhung um 86 Cent. Sie wird unter anderem mit den hohen Entsorgungskosten für Klärschlamm begründet. Das Plenum erklärte einmütig sein Einverständnis. Damit werden die Bürger bei der Gegenüberstellung der beiden Kostensätze mit 14 Cent an höherer Gebühr belastet. Sowohl Schobert als auch Bürgermeister Ernst Lenk betonten, dass die Schirmitzer damit gut leben könnten. Für Wasser und Abwasser änderten die Räte gleichzeitig die jeweilige Beitrags- und Gebührensatzung wegen der neuen Preise.

Das Gremium gab für folgende drei Bauvorlagen das gemeindliche Einvernehmen: Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport und Garage für Lisa und Leroy Häffner am Weißdornweg; Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage und Geräteraum für Rosemarie Karl aus Stulln an der Ackerstraße; Errichtung einer Doppelgarage für Irmgard und Erwin Knöbl am Ginsterweg. Ferner bestätigte das Plenum die beiden neu gewählten stellvertretenden Feuerwehr-Kommandanten Florian Zirngibl und Christian Lewerenz. Ihre Amtszeit beginnt am 1. Januar 2021.

Bürgermeister Lenk dankte am Schluss der letzten Gemeinderatssitzung 2020 allen Bürgern der Gemeinde Schirmitz, die sich in der Corona-Pandemie im Ort und auf Landkreisebene engagieren. Einen besonderen Dank zollte er aber allen Bürgern, die ihn bei der Kommunalwahl im März das Vertrauen geschenkt und ihn im Amt des Bürgermeisters bestätigt hätten. Lobende Worte richtete das Gemeindeoberhaupt auch an den aktuellen Gemeinderat für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das gute Klima in den Sitzungen. Besonders sprach Lenk seinem Stellvertreter Josef Robl den Dank für die große Unterstützung aus. "Du hast auf loyale und väterliche Art immer ein offenes Ohr und eine stete Einsatzbereitschaft gezeigt und unsere Gemeinde immer hervorragend und vorbildlich vertreten und mich in vielen Fragen ganz hervorragend beraten", anerkannte Lenk die Arbeit des zweiten Bürgermeisters.

Stellvertreter Robl stellte heraus, dass trotz schwieriger Zeit im letzten Jahr zwei zukunftsfähige Entscheidungen getroffen wurden: der Vollausbau der Blütenstraße wurde auf den Weg gebracht und im Baugebiet "Gladiolenweg" werden demnächst die Interesssenten die Gelegenheit bekommen, zu wählen, auf welcher Parzelle sie in Schirmitz eine neue Heimat bekommen wollen. Robl anerkannte bei diesen Entscheidungen eine positive Jahresbilanz für den Bürgermeister, da er seine Aufgaben als guter Manager gelöst habe und sie beherzt angegangen sei. Der Vizebürgermeister bescheinigte dem Gemeindechef Lenk notwendiges Fingerspitzengefühl sowie fundiertes Fach- und Sachwissen, mit dem er die Belange der Kommune und ihrer Bürger vertreten habe. Stellvertretend für diese sprach ihm Robl Dank und Anerkennung aus.

Die Corona-Lage entspannt sich auch weiterhin nicht

Weiden in der Oberpfalz
Der prüfende Blick auf den Wasserzähler zu Hause ist wichtig. Die Schirmitzer bezahlen in den kommenden drei Jahren weniger je Kubikmeter. Dafür steigen die Abwassergebühren.
Das Schirmitzer Wasserhäuschen.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.