12.09.2019 - 16:11 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Schmetterlinge, Vogelspinnen und Riesenkäfer

Rund 100 000 lebende und präparierte Insekten aus aller Welt sind zu sehen. Entomologen aus acht europäischen Ländern stellen bei der größten Ausstellung Bayerns in der Mehrzweckhalle Schirmitz aus.

Eine lebende Riesenstabheuschreke aus Australien lässt der 13-jährige Tim Ströhle unter der schützenden Hand seines Vaters und Börsensekretärs Manfred Ströhle bei der Schau in Schirmitz über seine Schulter krabbeln.
von Norbert DuhrProfil

Die Exponate der Insektenkundler fanden große Bewunderung. Bei der Schau nahmen die Schmetterlinge mit etwa 10 000 Exemplaren aus heimischen und exotischen Gebieten die größten Anteil ein. Darunter befand sich mit dem Atlasfalter mit einer Flügelspannweite von 30 Zentimetern das Prachtexemplar. An der Spitze der vielen großen und kleinen Käfer stand der Herkuleskäfer mit einer Länge von 16 Zentimetern. Lebende Riesenstabheuschrecken aus Australien mit einer Länge von 30 Zentimetern waren ebenso im Sortiment wie Raupen aller Art und mächtige Vogelspinnen.

In der Halle herrschte von 8.30 bis 14 Uhr emsiges Treiben bei Tausch und Erwerb von Präparaten und Ausrüstungsgegenständen. Auch fachbezogene Literatur wurde angeboten. Unter den Insektenkundlern

waren auch wieder als Stammgäste Josef Louda aus Tschechien mit über 1000 Schmetterlingen sowie Jan Svoboda aus Prag vertreten. Er stellte nicht nur große Vogelspinnen, sondern auch Riesenkäfer aus dem Kongo und Skorpione aus Indonesien und Sri Lanka zur Schau. Arbeitskreis-Vorsitzender Peter Huber selbst bot aus seiner privaten Sammlung schöne Schmetterlinge an.

Schon am Samstag hatten sich 50 Experten aus ganz Europa zu Fachgesprächen im Naturfreundehaus in Trauschendorf eingefunden. Dabei tauschten sie nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse über ihre Hobbys aus, sondern hörten auch zahlreiche Fachvorträge. So referierten Norbert Keil über eine "Reise nach Kirgisistan", Bernd Schacht über "Ferner Osten - Primorie", Michael Schaarschmidt über "Südafrika in Flammen", Dr. Karel Cerny über "Nachtfalter im Altai" und Dr. Peter Heinkele über "Fünf Reisen nach Ladakh".

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